Sommerspiele Matzen haben Hochsaison. Alle buhlen um Mirandolina: Die reizende Wirtin (Gerda Thaller) hat speziell dem Marchesen (Martin Eminger) und dem Conte (Josef Krenn) den Kopf verdreht.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 08. Juli 2019 (18:04)

Nach vergeblichen wehrhaften Versuchen kann auch der frauenfeindliche Cavaliere von Ripafrata (Norbert Redlich) dem Charme seiner Gastgeberin nicht widerstehen. Mit Geschenken und schönen Worten versuchen die Herren, die Gunst der Wirtin zu erringen – wobei „ringen“ wörtlich zu nehmen ist, darf doch auch ein handfestes Gerangel nicht fehlen.

Und da ist auch noch ein sehr eifersüchtiger, feuriger italienischer Kellner namens Fabrizio – wer nun wohl als Sieger um die Hand der Wirtin hervorgeht?

50 Jahre Sommerspiele Matzen

Oliver Timpe inszenierte die Komödie des Venezianers Carlo Goldoni, die 1753 uraufgeführt wurde, zum 50-jährigen Bestehen der Sommerspiele Matzen.

Alles begann 1969 mit dem „Jedermann“-Ruf vom Balkon des Schlosses. Der Entschluss war gefasst, die damaligen Schlossbesitzer Alfons und Maria Belak von der Idee begeistert und die Matzner Schlossspiele gaben ihr Debüt mit dem Drama „Der schurkische Kuno von Drachenfels“.

Die erste Regie führte Gründungsrundenmitglied Maria Rickl. Schon bald übernahm Gerhard Eisenecker die Regiearbeit, er blieb der Truppe mehr als 40 Jahre lang treu. Als 1990 zuerst der Umzug in den Schulhof und später dann ins Optimum notwendig war, wurden aus den Schlossspielen die Sommerspiele.

Viele Darsteller blieben über Jahre dabei, zuerst auf den Bühnenbrettern, später als helfende Hände. Die Ensemblemitglieder haben neben den künstlerischen gleichzeitig die handwerkliche Herausforderung zu meistern – die Kulissen entstehen in Eigenregie.

Die diesjährige Premiere genossen unter anderem SP-Bürgermeisterin Claudia Weber und ihr Amtskollege aus Strasshof, Ludwig Deltl.