Wie es in Breitensee sein könnte: Miniaturszenen auf der Dorfstraße

Erstellt am 01. August 2022 | 16:31
Lesezeit: 5 Min
Das Viertelfestival Niederösterreich, das bereits seit 2004 besteht, bietet Kultur vor der Haustüre.
Werbung

„Aus 172 Einreichungen schafften es 62 Projekte, von einer Fachjury ausgewählt zu werden“, so Elisabeth Schiller von der Kulturvernetzung NÖ. Eines ist das Theaterstück „Die übersehene Chance“, das an vier Tagen in Breitensee gezeigt wird. Konzept und Text stammen von Andreas Kosek und Georg Steiner.

Auch Livemusik an den vier Spielabenden

Auf der Dorfstraße von Breitensee werden in Miniaturszenen auf vier Bühnen vor dem ehemaligen Supermarkt die Blicke auf das Wesentliche gelenkt. Auf das frühere Leben, die Wünsche der Bewohner und auf neue Ideen.

Bis 1971 war Breitensee eine eigenständige Gemeinde und hatte das ganze Spektrum an gewerblicher Infrastruktur. Heute gibt es keine Betriebe mit Geschäftslokal, keine Auslagen und kein Lokal mehr, wo man essen und trinken kann und wo die Leute zusammenkommen.

„Einfach nichts, das im Dorf Leben aufkommen ließe, dafür einen brachliegenden Gewerbepark, den niemand gebraucht hat und auch keiner will. Zur Arbeit wird ausgependelt, sogar die örtliche Bankfiliale ist tot“, so die Konzeptverantwortlichen. Auf den vier Bühnen wird mit viel Humor und Ironie gezeigt, wie das Leben im Ort einmal war, was zum Niedergang geführt hat und wie es in Breitensee sein könnte.

An den vier Spielabenden gibt es danach auch Livemusik von „Rosty Bosty“, „4 Non Plugged“ und Peter Kern. Die Bewirtung übernahmen die Mitglieder der „Gesunden Gemeinde“. Gespielt wird noch am Freitag, 5., und Samstag, 6. August – jeweils ab 19 Uhr am Dorfplatz. Infos: www.kulturvernetzung.at

Werbung