Erstellt am 29. Mai 2014, 10:41

„Totenmaske“ für Obama. Bild-Präsentation / Zistersdorfer Aktionskünstler Ronald „Hero“ Heberling leistet mit neuem, kritischen Werk künstlerische Schützenhilfe für NSA-Skandal-Aufdecker Edward Snowden.

„Das Werk ist als künstlerischer Diskurs über die NSA-Datenspionage und andere Verrücktheiten unserer Zeit – real oder fiktiv – zu verstehen“, so „Hero“.  |  NOEN, Heberling

ZISTERSDORF / Die anhaltende Verärgerung der Öffentlichkeit über die globale Überwachungs- und Spionageaffäre der Amerikanischen NSA hat den Zistersdorfer Aktionskünstler Ronald „Hero“ Heberling dazu motiviert, eine „Totenmaske“ im Stil der Lambayeque Kultur in Form der Flagge der USA zu gestalten.

Das Werk zeigt anstelle der üblichen Sterne 50 Augen und zwei großen Ohren, die sämtliche Handlungen der Betrachter zu überwachen scheinen, denn: „Man hat bei allen Agenden (Freihandelsabkommen, NSA Abhöraktionen) das Gefühl, dass es nur um eines geht, nämlich um die nationale Sicherheit, allerdings ausschließlich um die nationale Sicherheit der USA“, so der Künstler. Das Bild sei ein künstlerischer Diskurs über die NSA-Datenspionage und andere Verrücktheiten unserer Zeit. Um der Thematik ein wenig die Schärfe zu nehmen, sei das Werk ganz bewusst im „Cartoon-Stil“ gestaltet worden. „Es scheint nämlich schon ganz so, als würde sich die USA gerne als ,Retter der gesamten Menschheit‘ sehen und zugleich nicht davor zurückschrecken, Persönlichkeitsrechte in ungeheurem Ausmaß zu verletzen“, so „Hero“.

„Überreste verloren gegangener Kultur“

„Das Werk habe ich ,Überreste (einer) verloren gegangener Kultur‘ genannt – als würde ein Archäologe in mehreren Jahrtausenden eine ,Totenmaske‘ Obamas im Stil der Lambayeque Kultur finden. Diese Maske ähnelt nicht ungewollt der Fahne der USA. Und wer – so wie Obama – des Englischen mächtig ist, kann die im Werk enthaltene Botschaft an den Präsidenten der Vereinigten Staaten lesen.“

Das „allsehende Auge“, welches auch auf der amerikanischen Dollarnote abgebildet ist, habe im Werk gehörig Schieflage bekommen. Im „Erdreich“ des Werks seien aber noch viele Artefakte und Symbole zu erkennen, die mitsamt anderen Dingen im Erdreich der heutigen Zeit zu finden sind, „aus unserer Kultur und von Kulturen vergangener Zivilisationen“, so der Künstler.

Zu sehen ist Ronald Heberlings Kunstwerk am Samstag, den 31. Mai, ab 16 Uhr und am Sonntag, den 1. Juni, ab 9.30 Uhr am 17. Regionsfest der Kleinregion Weinviertler Dreiländereck in Hauskirchen, das diesmal unter dem Motto „Kultur bewegt“ steht.