Virus bremst Sternsinger im Bezirk Gänserndorf. Covid-19 bedroht auch den beliebten Brauch. Die Gemeinden feilen an Konzepten, die sichere Besuche von Caspar, Melchior und Balthasar ermöglichen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 02. Januar 2021 (04:25)
Katharina, Johanna, Marlene und Marlies aus Hohenruppersdorf waren Sternsinger im Jänner 2020. Wie der Brauch diesmal vonstattengeht, ist in vielen Gemeinden noch offen.
Mauritsch

Sternsingen im Schatten von Covid-19 ist eine Herausforderung. Der Schutz der Bevölkerung steht im Vordergrund, Reglementierungen müssen eingehalten werden. Die NÖN sprach mit einigen Gemeinden, wie die Tradition aufrecht gehalten werden kann und welche Lösungen gefunden wurden.

Pfarrer Norbert Orglmeister aus Hohenruppersdorf meint: „Wir werden voraussichtlich erst nach dem 6. Jänner gehen. Derzeit sind noch mehrere Varianten im Gespräch.“ Eine Möglichkeit ist das Aufstellen an öffentlichen Plätzen. „Wir sind eine kleine Gemeinde und wissen aus Erfahrungen, welche Menschen auf die Sternsinger warten. Einige haben auch schon angerufen, ob jemand kommt“, setzt Orglmeister auf die Erfahrungswerte. Fix ist, dass die Häuser nicht betreten werden. Der Besuch der Hl. Drei Könige spielt sich außen ab. Die Jahreszahlkleber und Erlagscheine liegen schon seit November in der Pfarre, sie werden wahrscheinlich in die Postkästen verteilt.

„Unsere Sternsinger sind wahrscheinlich erst nach dem 6. Jänner unterwegs.“ Norbert Orglmeister, Pfarrer

Finalisiert ist die Organisation des Sternsingens in Ebenthal. Es wird familieninterne Sternsingergruppen geben, die vor der Tür einen Spruch aufsagen. VP-Bürgermeister Christoph Veit ist eine der Begleitpersonen: „Wir gehen am 6. Jänner in insgesamt sechs Gruppen.“ Auch hier werden die Sternsinger nicht in die Häuser gehen. Pfarrgemeinderat Martin Sukop aus Velm-Götzendorf: „Wir möchten das Sternsingen abhalten. Die genaue Organisation muss aber noch gemeinsam mit Pater Hans-Ulrich erarbeitet werden.“ Gänzlich ausfallen wird das Sternsingen in Schönkirchen-Reyersdorf. Bleibt zu hoffen, dass der Brauch nächstes Jahr dann wieder normal stattfinden kann.