Gänserndorf: Pensionist ging im Gartenpool unter

Erstellt am 10. August 2022 | 04:28
Lesezeit: 2 Min
Pool Symbolbild
Aus dem kühlen Nass wurde ein tödliches Nass.
Foto: Alones, Shutterstock.com
Während Ehefrau die Rettung alarmierte, rutschte Kopf des bewusstlosen Mannes vom trockenen Beckenrand ins Wasser.
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Dramatische Szenen spielten sich auf dem Grundstück eines Einfamilienhauses ab: Ein Pensionist wollte das Chlor in seinem Swimmingpool nachfüllen und stürzte dabei ins Wasser. Er dürfte dabei das kühle Nass kurz eingeatmet haben – der Mann verlor jedenfalls das Bewusstsein. Die Ehefrau, die neben dem Becken stand, zog ihn sofort zu den rettenden Stufen, wo sie den Oberkörper des Opfers im Trockenen platzierte. Danach nahm das Schicksal einen unbarmherzigen Lauf.

Die Gattin schrie um Hilfe, keiner der Nachbarn hörte sie aber. Deshalb rannte sie in der Folge ins Gebäude, um mit dem Telefon die Rettung zu verständigen. Die rückte unverzüglich mit Blaulicht und Folgetonhorn zum Einsatzort aus. Die Pensionistin lief wieder zurück in den Garten, um ihrem bewusstlosen Mann beizustehen. Zu diesem Zeitpunkt trieb das Opfer bereits mit dem Kopf unter Wasser im Pool. Sein Körper muss während des Telefonats ins tödliche Nass gerutscht sein.

Nachdem die Rettung am Unfallort eingetroffen war, begannen die Einsatzkräfte sofort, den Gänserndorfer zu reanimieren – ohne Erfolg. Der Mann war bereits tot.

Laut Nachbarn soll die Witwe nun unter Schuldgefühlen leiden. Dabei hat sie eigentlich alles richtig gemacht. Gegen diese Verkettung unglücklicher Umstände wäre so gut wie jeder machtlos gewesen.

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