Landwirte im Bezirk Gänserndorf: Die Arbeit geht weiter. Auch in Coronazeiten sind die Bauern des Bezirks vollends gefordert. Schädlinge bedrohen indes die Rübenernte.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 03. Mai 2020 (04:24)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Bezirksbäuerin Eveline Prager und Landeskammerrätin Michaela Zuschmann beim Sammeln der Rübenrüsselkäfer.
privat

Was machen Landeskammerrätin Michaela Zuschmann und Bezirksbäuerin Eveline Prager in Coronazeiten? Das, was sie sonst auch machen – Feldarbeit.

Für beide steht die bäuerliche Arbeit in diesen Zeiten vor noch größeren Herausforderungen. Extreme Trockenheit, dafür umso mehr Schädlinge und zunehmende Verbote von notwendigen Pflanzenschutzmitteln. Rüben werden trotzdem angebaut.

„Wir sehen uns als Rübenbäuerinnen in der Verantwortung, die heimische Zuckerproduktion aufrechtzuerhalten und die Arbeitsplätze in der Zuckerfabrik zu sichern“, so Zuschmann und Prager unisono. Auf den Feldern werden Kübel eingegraben, um die Käfer zu sammeln und so zumindest einen Teil der Ernte zu retten.

Dank sprechen beide den Konsumenten aus, die in den letzten Wochen verstärkt regional eingekauft haben. Mit zunehmender Geschäftsöffnung werde auf die Hofläden aber wieder vergessen. „Gesunde regionale Lebensmittel sichern nicht nur in Krisenzeiten, sondern immer ein überlebensfähiges Heimatland“, richtet Zuschmann einen Appell an die Konsumenten.

Ein Problem sei der Arbeitskräfte-Mangel in der Landwirtschaft, speziell im Hinblick auf die kommende Erntesaison. Es haben sich zwar viele Menschen bei einer Plattform angemeldet, um zu helfen. Dafür sprechen beide Bäuerinnen ihren Dank aus. „Feldarbeit ist schwere körperliche Arbeit, das ist vielen nicht bewusst. Es geht nicht nur um einzelne Tage, sondern um etliche Wochen, das muss man konditionell durchhalten“, sind sich die beiden mit Bezirksbauernkammer-Obmann Manfred Zörnpfenning einig.