Bahnhof Dürnkrut wird geschleift. Bahnsteige erhalten Sanierung, Gebäude wird abgerissen. Ausbau der Park&Ride-Anlage.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 09. Dezember 2018 (05:00)
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Ein Anblick, den es so nicht mehr lange geben wird: Das Bahnhofsgebäude in Dürnkrut wird demnächst abgerissen.
Faltner

Eigentlich hätte der örtliche Bahnhof schon im Frühjahr geschleift werden sollen (die NÖN berichtete) – aber dann machten im Gebälk nistende Schwalben den ÖBB einen Strich durch die Rechnung.

Ein neuer Anlauf wird nun eine Woche vor Weihnachten unternommen. Das Gebäude wurde durch das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2006 stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Sanierung wäre unwirtschaftlich, die Baustruktur ist schwer beschädigt.

Sprecher Christopher Seif: „Das Mauerwerk ist extrem feucht und es gibt massive statische Probleme im Bereich der Decken.“ Der Termin vor Weihnachten sei nun fixiert, Probleme mit nistenden Vögeln gebe es keine mehr.

Die Frage, ob nach dem Abriss ein neues Bahnhofsgebäude errichtet wird, verneinen die ÖBB. Allein die Aufgänge zu den Bahnsteigen sowie deren Ausstattung werden saniert. Auch Aufzüge soll es künftig geben. Mögliche Über- und Unterführungen sind derzeit in Planung.

219 Pkw-Stellplätze sind mittlerweile zu wenig

Fix ist derweil nur der Ausbau der Park&Ride-Anlage. Diese umfasst aktuell 219 Pkw- und 152 Zweirad-Stellplätze – zu wenig, wie eine Evaluierung von Land NÖ und ÖBB ergab. Wann mit diesen Bauarbeiten begonnen wird, steht noch nicht fest. Die umfassenden Bauarbeiten der ÖBB auf der Nordbahn-Strecke sollen dann 2021 starten.

Der 66 Kilometer lange Abschnitt von Wien-Süßenbrunn über Dürnkrut und Hohenau bis Bernhardsthal (Bezirk Mistelbach) soll dabei effizienter gemacht werden. Die ÖBB wollen damit eine Fahrzeitverkürzung durch Geschwindigkeitsanhebung sowie die Erhöhung der Sicherheit durch die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen erreichen (die NÖN berichtete).