Smart Grid Batteriespeicher geht in Betrieb. Um die Stromnetze künftig stabil zu halten, wird die Netz NÖ GmbH eine Großbatterie mit einer Leistung von 2,5 MW und einer Kapazität von 2,2 MWh einsetzen. Dabei werden die gleichen Lithium-Ionen Batterien zum Einsatz kommen, wie sie auch in Elektroautos verwendet werden.

Erstellt am 10. November 2017 (16:52)
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Prottes Bürgermeister Karl Demmer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds Theresia Vogel und EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz
Netz NÖ / Rumpler

Die Batterie steht im Umspannwerk Prottes, gleich neben dem im Jahr 2015 in Betrieb genommenen EVN Windpark.

„Niederösterreich erzeugt 100 Prozent seines Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien. Dies gelingt aber nicht zu jeder Tages und Nachtzeit. Deshalb wollen wir hier mit Speicherprojekten wie hier in Prottes die Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit weiter ausbauen“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, sieht in innovativen Speicherkonzepten den Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende: „Batteriespeicher optimieren das Lastmanagement und steigern damit die Effizienz Erneuerbarer Energie. Das gewährleistet letztlich eine sichere und flexible Energieversorgung auf Basis von erneuerbaren Energien. Wir brauchen rasch funktionierende Lösungen und die Großbatterie in Prottes ist ein wichtiger Schritt. Partner wie die EVN sind großartige Wegbereiter, weil sie Energieinnovationen in der Praxis umsetzen.“

Erneuerbare Energien fordern das Netz

Die zunehmende Einspeisung von Strom aus den erneuerbaren Energieträgern Wind und Sonne stellt das Stromnetz vor große Herausforderungen: Die Einspeisung schwankt sehr stark, da Wind und Sonne kommen und gehen. Im Stromnetz muss aber immer genau so viel Strom erzeugt werden, wie verbraucht wird.

Das Versorgungsgebiet des niederösterreichischen Netzbetreibers ist hier besonders gefordert, da ein Großteil der österreichischen Windkraftanlagen im Osten des Landes steht. An manchen Tagen wird sogar deutlich mehr Strom aus Wind erzeugt, als im Versorgungsgebiet verbraucht wird.  Dieser Effekt wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken.