Dreckiges Erbe nach Pleite. Eine slowakische Firma hat nach ihrer Insolvenz einige Autowracks auf öffentlichem Grund hinterlassen. Nach der Entfernung war der Boden kontaminiert.

Von Robert Knotz. Erstellt am 27. Oktober 2016 (05:00)
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Die Öllachen vor dem Grundstück wurden bereits entfernt.
Knotz

Umweltalarm im Industriegebiet? Laut einem Informanten (Name der Redaktion bekannt) soll es in der Gewerbestraße zu einer starken Verschmutzung eines Gemeindegrundstücks gekommen sein. Was war geschehen? Eine slowakische Baufirma hatte auf einem gemieteten Grundstück und davor alte Fahrzeuge und anderes Material gelagert bzw. abgestellt.

Öl-Lachen blieben zurück

Nach der Insolvenz des Betriebs sei alles so liegen und stehen geblieben, wie es war. Der private Grundeigentümer wurde seitens der Gemeinde dazu angehalten, die Fläche seines Grundstückes zu säubern. Die Gemeinde selbst beauftragte eine Firma mit der Entsorgung der Autowracks auf dem davorliegenden öffentlichen Grund.

„Vor etwa eineinhalb Monaten wurden die Fahrzeuge entfernt. Dabei sind aber Öl-Lachen zurückgeblieben. Die Gemeinde lässt nun buchstäblich das Gras drüber wachsen“, beschwert sich der Informant. Was sagt eigentlich SP-Bürgermeister Ludwig Deltl dazu?

Bürgermeister bittet um Hinweise

„Von einem Umweltalarm kann man hier wohl nicht sprechen. Wir haben zwar oft bemerkt, dass dort alte Fahrzeuge abgestellt wurden, jedoch waren diese immer angemeldet und mit amtlichen Kennzeichen versehen. Als einige Zeit später aber Fahrzeuge ohne Kennzeichen dort auftauchten, hatten wir auch die rechtliche Handhabe, diese durch eine Abschleppfirma entfernen zu lassen“, berichtet Deltl.

Lob für die NÖN: Durch den Hinweis habe der Bürgermeister dort einen Lokalaugenschein durchgeführt und vier bis fünf große Öl-Lachen festgestellt. Diese wurden am Montag von Arbeitern der Gemeinde abgebaggert. „Wir haben über 100 Kilometer Orts-Straßennetz, das wir nicht permanent überwachen können. Falls jemandem so etwas auffällt, möge er umgehend die Gemeinde oder mich verständigen“, appelliert der Bürgermeister.