In Bus eingesperrt: Bub schlug Scheibe ein. Schüler schlief bei Busfahrt ein, wurde eingesperrt und rettete sich über Fenster.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 29. Mai 2019 (06:00)
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Ein 11-Jähriger nickte während der Busfahrt ein. Als er wieder aufwachte, fand er sich zwischen leeren Sitzreihen wieder.

Ein 11-jähriger Bub fuhr mit dem Bus von der Schule nach Hause. Eigentlich hätte er in Untersiebenbrunn aussteigen sollen, jedoch war er zuvor während der Fahrt eingenickt und verschlief seine Haltestelle.

Er wachte erst in der Nachbargemeinde Obersiebenbrunn auf, als der Bus versperrt und menschenleer war – auch der Fahrer war nicht auffindbar. Wie sich später herausstellen sollte, war dieser davon ausgegangen, dass sich nach der Endstation niemand mehr im Fahrzeug befand.

Er fuhr eine Supermarkt-Filiale in Obersiebenbrunn an. Bei dieser stieg er aus, verriegelte den Bus und sperrte den Schüler damit versehentlich ein. Dieser erwachte kurz darauf und verfiel, ganz alleingelassen, in Panik. Letztlich fand er einen Ausweg: Er schlug mit dem Nothammer eine Scheibe ein und kletterte ins Freie.

Transportunternehmen wollte den Vorfall nicht kommentieren

Damit war die Sache aber noch nicht erledigt – das betreffende Busunternehmen forderte, so heißt es, um die 6.000 Euro von den Eltern des Schülers für die Reparatur der Scheibe. Diese ließen das nicht auf sich sitzen und zogen einen Anwalt hinzu.

Seitens des Transportunternehmens wollte man den Vorfall nicht kommentieren. Die Sache sei erledigt, auch die entsprechende Zahlung für die Reparatur sei bereits getätigt worden, wurde der NÖN am Telefon mitgeteilt. Wessen Versicherung den Schaden letzten Endes übernahm, wurde nicht bekannt. Unklar ist, ob bzw. inwieweit der Busfahrer Schuld trägt, weil er den Bus nach der Endstation nicht kontrollierte.