Kritik: Nirtl schießt gegen SPÖ. Nach Aufregung um Demonstration steht Gemeinde im Visier von Bürgerinitiative.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 29. August 2019 (05:33)
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Links: SP-Nationalrat Plessl war Untersiebenbrunns Bürgermeister.; Mitte: Untersiebenbrunns SP-Bürgermeister Wagner kontert die Vorwürfe.; Rechts: Auch Obersiebenbrunns SP-Ortschef Porsch wird attackiert.
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Nachdem eine Demonstration, organisiert von FP-Gemeinderat Dieter Dorner, für Aufregung sorgte, meldet sich nun die Initiatorin einer Unterschriftenliste für eine Umfahrung des Orts, Johanna Nirtl von der Bürgerinitiative „Unter7brunn l(i)ebenswert“ zu Wort.

Zum Kreisverkehr an der Schönfelderstraße meint Nirtl: „Dieser ist laut SP durch die FP verhindert worden. Wenn die SP ihn 2016 wirklich gewollt hätte, dann hätte sie das auch ohne FP im Gemeinderat durchsetzen können.“ Sie legt nach: „Der Kreisverkehr ohne gleichzeitige Umsetzung der Umfahrungsstraße hätte keine Vorteile für die vom Schwerverkehr geplagte Bevölkerung gehabt.“

"Der Ort braucht die Spange nicht"

Nirtl zur S8 (West) und der geplanten Zubringerstraße: „Die S8 wird auf der Gänserndorfer Straße einmünden. Zur Entlastung vom Schwerverkehr für Untersiebenbrunn hat die NÖ Straßenbauabteilung daher die Spange L2/L9 als Zubringer zur S8 geplant.“ Die Trassenführung sei aber von der Zustimmung Obersiebenbrunns abhängig. „Der Ort braucht die Spange nicht, da über die Gänserndorfer Straße der Anschluss zur S8 gegeben ist“, so Nirtl.

Das streitet Obersiebenbrunns SP-Bürgermeister Herbert Porsch ab: „Die Marktgemeinde ist an einer Umfahrung bezüglich einer Verkehrsberuhigung äußerst interessiert, doch einige Grundbesitzer weigern sich, die Flächen zu verkaufen.“ Und auch Untersiebenbrunns Ex-SP-Bürgermeister und Nationalrat Rudolf Plessl wehrt sich: „Der Vorwurf, dass sich die SP gegen Kreisverkehr und Umfahrung ausgesprochen hat, ist unrichtig.“ Korrekt sei, dass die Umsetzung am Widerstand der Opposition gescheitert ist.

Ähnlich argumentiert auch Untersiebenbrunns SP-Bürgermeister Helmut Wagner: „Die SP Untersiebenbrunn hat sich nie gegen die Umfahrung bzw. die Spange ausgesprochen.“ Tatsächlich arbeite man aufgrund der Grundstücksproblematik aufseiten der Gemeinde Obersiebenbrunn an einer „kleinen“ Umfahrungslösung.