Neo-Ortschef Wagner im FP-Visier. FP-Gemeinderäte Dieter Dorner und Gattin Alexandra ärgern sich über Ansetzung der nächsten Gemeinderatssitzung. SP-Bürgermeister Helmut Wagner versucht zu beruhigen.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 19. Juli 2019 (04:46)
FPÖ; Archiv
Links: Dieter Dorner kann der Gemeinderatssitzung nicht beiwohnen.; Rechts: SP-Bürgermeister Helmut Wagner: „Hat nichts mit Dorner zu tun.“
 

Der neue SP-Bürgermeister Helmut Wagner ist erst wenige Wochen im Amt und hat sich schon den Unmut der örtlichen FP zugezogen: „Ungeachtet des Versprechens, sich bei der Terminwahl künftiger Gemeinderatssitzung an den Abwesenheitsmeldungen der Mandatare zu orientieren, ließ er die nächste Sitzung just für den 16. Juli einberufen“, ärgern sich die Blauen. Die beiden FP-Gemeinderäte Dieter und Alexandra Dorner hatten sich für diesen Termin zeit- und formgerecht entschuldigt.

„In einem bunten Flugblatt der SPÖ Untersiebenbrunn macht Wagner ,gemeinsame Politik für alle Untersiebenbrunner‘ zu seinem Credo. Wie immer lassen die Sozialdemokraten den Worten aber keine Taten folgen. Wie schon bei der jüngsten Gemeinderatssitzung, in der die SP bereits den dritten Bürgermeister in nur einer Legislaturperiode kürte, hatte ich mich für diesen Tag wegen der Budgetlandtagssitzung entschuldigt“, ärgert sich Dorner. Die Abwesenheit wegen eines zehn-tägigen Auslandsaufenthalts hatten sowohl Dorner als auch seine Gattin drei Wochen im Vorhinein angemeldet.

"Das hat gar nichts mit Dorner zu tun"

Dorner: „Es würde mich interessieren, nach welchen Gesichtspunkten der Bürgermeister die Sitzungstermine festlegt. Offensichtlich wiegt bei Wagner eine dezimierte Oppositionsbank stärker als das propagierte ,gemeinsame Miteinander‘.“

Wagner versucht zu beruhigen: „Das hat gar nichts mit Dorner zu tun, aber es hat sich in der turbulenten Zeit um den Bürgermeisterwechsel einfach sehr viel am Gemeindeamt aufgestaut, das abgearbeitet werden muss.“ Der Gemeinderat müsse noch eine Sitzung im Sommer abhalten. Aber: „Einige wichtige Themen, die noch Zeit haben, habe ich sogar noch von der Tagesordnung genommen. Diese werden wir erst bei der nächsten Sitzung behandeln.“

Wagner plane, in Zukunft eine Liste aufzulegen, in der alle Mandatare ihre Urlaube und Abwesenheit eintragen könnten, sodass in Zukunft die Terminplanung leichterfalle.