Trotz Hundehalteverbot büxte Kangal wieder aus. Ein riesiger Vierbeiner eines Baufirmen-Besitzers verursachte bereits viel Tierleid, nun sorgt auch die verbliebene Hündin für Aufregung in der Gemeinde.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 09. November 2017 (05:58)
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Die FPÖ verlangt, dass der riesige türkische Hirtenhund seinem Besitzer endgültig abgenommen wird.

FP-Sicherheitsgemeinderat Herbert Steindl stellt den Besitzer einer Baufirma an den Pranger, dessen zwei riesige Hunde schon vor einem halben Jahr für Aufregung sorgten. Er wirft Mehe S. vor, nach wie vor seine Pflichten als Tierhalter zu vernachlässigen. Die Bewohner würden sich durch den in letzter Zeit einige Male frei umherstreunenden türkischen Hirtenhund massiv bedroht fühlen.

Die Vorgeschiche: Der aggressive Rüde des Firmeninhabers hatte einen kleinen Vierbeiner verletzt und einen Jagdhund im Auto seiner Besitzerin regelrecht zerfleischt (die NÖN berichtete). Die Gemeinde verhängte über den Besitzer ein Halteverbot für „auffällige Hunde“. Beide Kangals wurden im Mai dieses Jahres von der Amtsärztin abtransportiert. Nun befindet sich die Hündin plötzlich wieder auf dem Grundstück.

"Der Besitzer kann offensichtlich auch das zweite Tier nicht ordnungsgemäß halten"

Sicherheitsgemeinderat Herbert Steindl beschwert sich: „Der Besitzer kann offensichtlich auch das zweite Tier nicht ordnungsgemäß halten, es reißt immer wieder aus und läuft ohne Aufsicht in der Gegend umher.“ Da sich die Meldungen besorgter Gemeindebürger häuften, sammelte Steindl Film- und Fotomaterial. Er wolle bewirken, dass über den unverantwortlichen Tierhalter ein generelles Hundehalteverbot verhängt wird. Der Mann könne keine Verantwortung für seine „lebende Alarmanlage“ tragen. Steindl will bei der Behörde Anzeige erstatten und hofft, dass sofort eingeschritten wird, „damit der weiteren Gefährdung Unschuldiger Einhalt geboten wird“.

SP-Bürgermeister Reinhold Steinmetz zeigt sich von dem Tatbestand überrascht: „Ich war gemeinsam mit der Amtsärztin bei der Abnahme beider Hunde anwesend. Über die Rückstellung der Hündin wurde ich nicht informiert.“ Er sei enttäuscht, dass die FPÖ mit ihrem Anliegen bisher nicht direkt an ihn herangetreten sei.