Vandalen wüteten - auch Jugend will Aufklärung. Unbekannte zogen durch den Ort und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Jugend aus dem Dorf distanziert sich davon.

Von Markus Szelnekovics. Erstellt am 10. Juni 2021 (05:18)
Die Schmierereien an den Wänden waren längst nicht alles. Die Vandalen entwendeten auch Gegenstände und verursachten Sachschaden.
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In der Nacht von Montag auf Dienstag der Vorwoche wurden in Untersiebenbrunn einige Sachbeschädigungen verübt. Weiteres wurden einige Diebstähle begangen, so fehlte eine kleine dekorative Windmühle mit grünem Blumenwindrad. Eine Anzeige bei der Polizei wurde bereits veranlasst.

„Es kann doch nicht sein, dass man aus Langeweile anderer Leute Eigentum zerstört oder verschwinden lässt“, ärgert sich FPÖ-Vizebürgermeister Herbert Steindl.

„Die Jugend“ oft schnell verdächtigt

Die Jugend von Untersiebenbrunn distanziert sich von Vandalismusakten dieser Art und will ein Zeichen setzen. Einige der Teenager teilten nun mit, dass bei solchen Schmierereien und Vandalismus oft sehr schnell „die Jugend“ verdächtigt wird.

Mit „Kunstwerken“ wie diesen beschmierten Unbekannte einige Fassaden in Untersiebenbrunn.
Smax, Smax

Dieser Vorverurteilung wollen sie nun entgegentreten und damit entschieden ein Statement gegen Vandalismus in der eigenen Ortschaft setzen. „Es sollen wegen ein paar weniger dummer Leute nicht auch alle anderen verdächtigt werden“, so einer der Jugendlichen.

Dorfjugend setzt Zeichen gegen Vorurteile

„Ich kann die Initiative unserer Jugend nur vollends unterstützen. Es freut mich wirklich sehr, dass unsere Jungen wieder einmal zeigen, wie verantwortungsbewusst sie doch mit ihrem Rollenbild und der heutigen Zeit umgehen und mit dieser Initiative einen mehr als vorbildlichen Schritt in die Öffentlichkeit tun“, lobt Steindl das Auftreten der Dorfjugend.

Mit ihrem Wunsch, bei der Aufklärung aktiv mitzuwirken, beweisen die Jugendlichen für den Vize-Ortschef, dass Zivilcourage und Nachbarschaftshilfe „eben keine bloß achtlos genutzten Worte, sondern gelebte Praxis in einer Ortschaft mit viel ,Miteinander‘ sind“, so Steindl abschließend.