Wo relaxen die Promis des Bezirks Gänserndorf?. Aufgrund der Corona-Pandemie bleibt die hohe Politik des Bezirks in Österreich. Und: Recherche-Plattform Addendum liefert die letzten Nächtigungszahlen.

Von Thomas Schindler, Robert Knotz, Markus Szelnekovics und Manuel Mattes. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:19)

Trotz Coronakrise könnte man aus jetziger Sicht seinen Sommerurlaub auch im Ausland verbringen – zumindest in manchen Staaten. Zieht es die Promis des Bezirks heuer zu Sonne, Strand und Palmen? Dieser Frage ging die NÖN nach und hörte sich bei den Spitzenpolitikern der Region um.

VP-Bezirksparteichef René Lobner, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister aus Gänserndorf, wird mit seiner Familie vermutlich zu Hause bleiben: „Vielleicht machen wir ein paar Tagesausflüge oder gehen wandern. Ins Ausland fahren wir auf jeden Fall nicht.“ War ursprünglich, also vor der Pandemie, etwas anderes geplant? Lobner: „Ja, wir wollten eigentlich nach Lissabon fliegen.“

SP-Bezirksparteivorsitzende und Dritte Landtagspräsidentin Karin Renner aus Markgrafneusiedl urlaubt lieber in Österreich: „Mein Lieblingsziel ist seit mehr als 20 Jahren das Salzkammergut. Wenn es heuer möglich ist, werden wir unseren Urlaub in Altaussee verbringen.“

FP-Bezirksparteichef und Landtagsabgeordneter Dieter Dorner aus Untersiebenbrunn hatte ursprünglich mit einem Urlaub in der Toskana oder in den USA geliebäugelt. Dann kam Corona: „Somit bleibe ich heuer im Garten. Vielleicht fahre ich ein bis zwei Tage nach Salzburg oder Hallstatt, weil dort jetzt keine Touristen sind.“

Grünen-Bezirkssprecherin und Gemeinderätin Beate Kainz aus Gänserndorf wäre gerade auf Urlaub: „Unsere Kinder planten einen Familienaufenthalt in einer Finca auf Mallorca. Nachdem wir nicht fliegen, wären wir mit dem Zug über Zürich, Genua und Marseille nach Barcelona gefahren und dort auf die Fähre gestiegen.“ Wegen der Coronakrise wurden die Pläne allerdings verworfen und Kainz bleibt vorerst zu Hause.

Wie sieht es eigentlich mit den Nächtigungszahlen im Bezirk aus? Welche Gemeinden profitieren gewöhnlich von inländischen bzw. ausländischen Touristen? Die Recherche-Plattform Addendum hat die Daten vom Sommerhalbjahr 2019 zusammengetragen.

Prozentuell die meisten Nächtigungen von ausländischen Gästen verzeichnete Orth, nämlich 68 Prozent. Dahinter landeten Groß-Enzersdorf (62 Prozent), Zistersdorf (53 Prozent), Deutsch-Wagram (49 Prozent), Hohenau (48 Prozent), Angern (38 Prozent), Gänserndorf (36 Prozent), Auersthal (34 Prozent) und Eckartsau (30 Prozent).

Konträr sah natürlich der Anteil der Nächtigungen heimischer Gäste aus: Hier führte Strasshof mit 100 Prozent die Statistik an. Das heißt: In die Nordbahngemeinde verirrte sich kein einziger ausländischer Tourist. Auf Platz zwei landete Bad Pirawarth (98 Prozent), gefolgt von Hohenruppersdorf (78 Prozent), Marchegg (73 Prozent), Eckartsau (70 Prozent), Auersthal (66 Prozent), Gänserndorf (64 Prozent), Angern (62 Prozent) und Hohenau (52 Prozent).

m Die meisten Nächtigungen in absoluten Zahlen gab es in der Kurklinik-Gemeinde Bad Pirawarth, nämlich 56.737.

Heuer wird die Statistik anders aussehen – vor allem, was die Zahl der ausländischen Gäste betrifft.

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