Volksschule in Groß-Schweinbarth wurde beschmiert. Die Fassade wurde mit Sprüchen „verziert“. Die ÖVP-Bürgermeisterin ist empört.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 03. März 2021 (04:09)
„Verzierungen“ an der Außenfassade der Volksschule am Kirchenplatz. Wer auch immer hier am Werk war – nett scheinen die Ausdrücke eher nicht gemeint zu sein.
Mauritsch

Nach den Gemeinden Auersthal, Matzen und Bad Pirawarth war nun Groß-Schweinbarth an der Reihe: Vorige Woche verewigten sich Unbekannte an der Außenmauer der örtlichen Volksschule. Irgendwelche unverständliche Zeichen und Worte wurden mit einer Spraydose auf die Fassade gesprüht.

ÖVP-Bürgermeisterin Marianne Rickl ist naturgemäß sehr verärgert: „Solche Dinge gehen über einen jugendlichen Streich hinaus – wenn es denn überhaupt Kinder oder Jugendliche waren.“ Die Gemeinde sei bemüht, öffentliche Plätze ansehnlich zu gestalten und zu pflegen. „Solche ,Verzierungen‘ wieder zu entfernen, kostet Zeit und Geld. Beides kann sicher sinnvoller für die Öffentlichkeit eingesetzt werden, als gedankenlose oder vielleicht sogar böswillige Beschädigungen zu beheben“, redet Rickl den Verursachern ins Gewissen.

Problematisches Kürzel sorgt für Bedenken

Bedenklich scheint die Abkürzung „AMK“ zu sein – zumindest, wenn der Verursacher das wirklich so gemeint hat. Die NÖN-Recherche im Internet ergab, dass „AMK“ für die türkische Phrase „Amina Koyim“ steht. Es handelt sich dabei um eine schwere Beleidigung, sie ist nicht jugendfrei übersetzbar und die „unterste Schublade“ sprachlicher Ausdrucksmittel.

Der Vorfall wurde umgehend zur Anzeige gebracht. Bleibt nur zu hoffen, dass die Vandalismus-Serie nun bald ein Ende findet.