Bewegungspark für alle kommt. Nach Coronapause will der Ortschef nun Hochwasserschutz an der Ebenthaler Straße in Angriff nehmen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 23. Mai 2020 (05:36)
VP-Bürgermeister Gerald Haasmüller erläutert im NÖN-Interview die Projekte der Gemeinde für das heurige Jahr.
Mauritsch

Ein altersübergreifender Bewegungspark, die Errichtung des Hochwasserschutzes an der Ebenthaler Straße und der Bau von Nebenanlagen an der Landessstraße 17 in Richtung Waidendorf sind einige der Projekte, die in der Gemeinde im heurigen Jahr umgesetzt werden sollen. Die NÖN sprach mit VP-Bürgermeister Gerald Haasmüller über die Vorhaben.

Der Kinderspielplatz und die Kletterstrecke sind schon fertig, der Rasen wächst und schon bald steht das erste Mähen an. Mit Ende Mai ist der Baubeginn für den letzten Teil des Projektes geplant. Ein Funcourt für verschiedene Ballspielarten wird das Vorhaben komplettieren. Mit Ende Juni soll alles fertig sein.

„Wenn es sich mit den Bauarbeiten vereinbaren lässt, könnte der Kinderbereich in nächster Zeit geöffnet werden“, möchte Haasmüller den Anfragen nach baldiger Öffnung zumindest eines Teilbereiches nachkommen. Die Anlage bietet Menschen aller Altersstufen die Möglichkeit zu sportlicher Betätigung. Schattige Sitzplätze stehen für gemütliche Runden oder zum Ausruhen bereit. Die Gesamtkosten des Leader-Projektes belaufen sich auf 350.000 Euro, rund 117.000 davon an Förderung kommen von der Leader-Region, Dorf- und Stadterneuerung sowie der Sportförderung des Landes Niederösterreich.

Hochwasserschutz für die Sicherheit im Ort

Der Hochwasserschutz an der Ebenthaler Straße dient dem Schutz des Ortsteils bis an die Landesstraße 17 heran. Die bei Starkregen auftretenden Hangwässer führten zur Überlastung des Kanals und bedrohten unter anderem auch den Kindergarten. In dieser Woche soll mit dem Bau einer Schutzmauer an der westlichen Seite begonnen werden. Eine Dammschüttung samt Brackwasserbecken zur Versickerung und langsamer Ableitung an der östlichen Seite ist für 2021 projektiert. Die Gesamtkosten betragen rund 1.4 Millionen Euro und werden zu 80 Prozent von Bund, Land und EU gefördert.

Ebenfalls noch heuer sollen Nebenanlagen wie Gehsteig und Parkbuchten an der L 17 in Richtung Waidendorf errichtet werden. „Die Verschwenkung der Einmündung der Hauptstraße soll eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit bringen“, sieht Haasmüller hier Vorteile für die Sicherheit. Die Arbeiten werden von der Straßenmeisterei Zistersdorf durchgeführt. Der Baubeginn hat sich aufgrund der Corona-Pandemie verzögert, ein neuer Termin steht derzeit noch nicht fest.

Ebenfalls an der L 17 sollen Bauplätze entstehen. Das Verfahren zur Flächenwidmungsänderung ist im Laufen. „Leider gibt es mit einem Eigentümer noch keine Einigung. Er lebt in Deutschland, die Gespräche sind schwierig. Wenn es gar nicht geht, müssen wir dieses Grundstück eben herausnehmen“, möchte Haasmüller das Projekt jedenfalls realisieren. Mit einem Verkauf ist ab dem Jahr 2021 zu rechnen.