Verschwenkung bringt mehr Sicherheit

Das Verkehrsprojekt wird bei der Einmündung der Hauptstraße in die L 17 umgesetzt.

Edith Mauritsch Aktualisiert am 19. Juli 2020 | 10:23
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VP-Bürgermeister Gerald Haasmüller erläutert im NÖN-Interview die Projekte der Gemeinde für das heurige Jahr.
Foto: Mauritsch

Haupthemen der sommerlichen Gemeinderatssitzung waren die Sanierung des Abwassersammelkanals, der Ankauf von Flächen für den Hochwasserschutz sowie die Errichtung von Nebenanlagen an der Landesstraße 17 samt Neugestaltung des Kreuzungsbereichs mit der Hauptstraße.

Ein Teilstück des Hauptsammelkanals ist undicht. Immer wieder gibt es sogenannte Fremdwassereintritte. Die Variante, ein Innenrohr einzuziehen, fällt aus. Der Querschnitt wäre dann zu gering. Nun empfiehlt eine Expertise die Abdichtung durch von innen aufgetragenes Dichtmaterial. Dies rief wiederum FP-Gemeinderat Theodor Eßl auf den Plan: „Wenn das vor Ort gemischt wird, ist die Qualität nicht gleichbleibend. Das hält nicht.“

Nach längerer Diskussion einigte man sich auf ergänzende Anforderungen in der Ausschreibung. VP-Bürgermeister Gerald Haasmüller wandte ein: „Es ist eine wasserrechtliche Prüfung notwendig. Die ausführende Firma ist haftbar dafür.“ Es sei ein Versuch, den Kanal so dicht zu bekommen. Die Alternative wäre ein kompletter Neubau, der mit Kosten von einigen Millionen Euro zu Buche schlagen würde.

Die Einmündung der Hauptstraße in die L 17 Richtung Waidendorf wird mit einer Verschwenkung entschärft. Zusätzlich werden Parkbuchten und Gehsteige errichtet. Die Arbeiten übernimmt die Straßenmeisterei Zistersdorf, die Gemeinde kommt für die Materialkosten von rund 200.000 Euro auf. Der Beschluss fiel einstimmig.

Ebenfalls einstimmig wurde der Ankauf von Flächen für die Errichtung des Hochwasserschutzes an der Ebenthaler Straße beschlossen. Der Beschluss über die Änderungen des Flächenwidmungsplanes wurde vertagt. Noch immer fehlen von Grundeigentümern Unterschriften, was den Bereich der neuen Bauplätze betrifft. Eßl bemängelte dazu fehlende Information und schlug vor, alles gemeinsam durchzugehen. Das wiederum ließ der Ortschef nicht gelten. „Es war alles auf der Homepage einsehbar, die Unterlagen lagen im Gemeindeamt auf. Transparenter geht’s nicht. Wir können nicht allen alles nachtragen.“