Neue Gesichter zur Wahl in Bad Pirawarth. In der VP zeichnet sich ein Generationenwechsel ab. Kontinuität hat dennoch Vorrang.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 18. Januar 2020 (04:41)
Ein neu zusammengesetztes Team soll Erfolg bei den Gemeinderatswahlen bringen und die Fortsetzung des Erfolgskurses für die VP garantieren.
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Mit sehr vielen neuen Gesichtern an durchaus wählbarer Stelle tritt VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch zu den Gemeinderatswahlen an. Der Mittelschuldirektor steht seit 2004 an der Spitze der Kommune.

Ganz vorne auf der Liste finden sich mit dem Landwirt Florian Lehner und der VP-Obfrau Verena Gstaltner zwei derzeitige Mitglieder des Gemeinderats. Aber schon auf den Plätzen vier und fünf folgen mit Amtsleiterin Andrea Grames und dem PR-Angestellten Franz Staudigl zwar bekannte, aber auf der Liste neue Gesichter. Ebenso neu im Team sind Harald Strobl, Petra Reimer, Martin Huber, Martin Parth und Johann Rumpler.

E-Carsharing wird am 17. Jänner vorgestellt

Im Wahlprogramm stehen Kontinuität und Erhöhung der – Zitat Jantschitsch – „schon jetzt guten Versorgung der Bevölkerung“. Der Erhalt des Nahversorgers, Ausbau der modernen Technologien und die Verbesserung der ärztlichen Versorgung sind ebenso zu finden wie Elektromobilität. So soll es ein E-Carsharing geben, das schon am 17. Jänner vorgestellt wird.

Bezüglich des Streitthemas mit der Opposition, dem Jugendheim, hat Jantschitsch sehr klare Vorstellungen. „Wir werden Initiativen und Vorschläge der Jugendlichen immer unterstützten, es liegen dafür Mittel bereit“, zeigt der Ortschef Kooperationsbereitschaft. Das „alte“ Jugendheim im Pfarrhof wurde nach einigen Vorfällen geschlossen.

Zudem setzt sich die VP für flexiblere Kinderbetreuung und betreutes Wohnen ein. Jantschitsch zeigt sich optimistisch: „Ich freue mich über einige neue Kandidaten. Es wird nämlich immer schwieriger, Menschen für politische Arbeit zu begeistern.“ Das liegt auch an den innerparteilichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre. „Die Ideen der Jungen wurden nicht gehört. Es kann nicht nur einer bestimmen“, begründet der bisherige VP-Vizebürgermeister Leopold Strobl seinen Rückzug. Es seien wenig konstruktive Gespräche möglich gewesen. Eine eigene Liste würde für ihn womöglich persönliche Nachteile bringen.

Dass der Spitzenkandidat der Opposition Peter Theuretzbachner als neuer Amtsleiter vorgesehen ist, sieht Jantschitsch pragmatisch: „Wir stimmen in vielen Punkten überein und wissen über die Jahre, wo der Weg hingesehen soll.“

Die ÖVP hält derzeit bei zwölf Sitzen im Gemeinderat, die SPÖ bei sieben Mandaten.