Au-Konzert im Sommer in Groß-Enzersdorf. Pfingst-Highlight steigt nun im August – inklusive goldener Bestuhlung.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 24. Juli 2020 (03:49)
Künstler und Publikum würden schon sehnsüchtigst auf Kultur-Eventswarten, deswegen steigt das „Konzert in der Au“, normalerweise Pfingst-Fixpunkt, heuer am 15. und 16. August.
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Die goldenen Sessel werden nun doch aufgestellt: Das „Konzert in der Au“, normalerweise mit Fixtermin zu Pfingsten, wagt sich im Corona-Jahr zum Sommerhöhepunkt am 15. und 16. August auf die grüne Wiese vor der idyllischen Au-Kulisse.

„Es passt vielleicht sogar noch besser zum Programm, weil dadurch Schuberts Winterreise tatsächlich im Sommer stattfindet. Und es werden wohl andere Beeren als Erdbeeren werden“, meint Initiator und Grünen-Kulturstadtrat Martin Sommerlecher etwas sarkastisch. Jedenfalls bietet die Event-Location zu Jazz und Klassik „auch genügend Platz, um viele Babyelefanten zwischen die goldenen Sessel zu platzieren“.

Eine Abkühlung an heißen Sommertagen ist beim „Konzert in der Au“ jederzeit problemlos möglich, wie der Name schon verspricht.
Slad

Auch bei Schlechtwetter sei in der Reithalle der alten Dragonerkaserne jede Menge Platz mit viel Frischluft vorhanden. Dennoch habe man lange überlegt, aber letztendlich seien die großzügigen Aufführungsorte – mitsamt den nun erstmals fix nummerierten Plätzen – sehr sicher erschienen. Freilich war es auch ein starkes Gefühl, nämlich jenes, „dass Künstler und Publikum einander schon sehr dringend brauchen“. Beide Seiten seien ziemlich ausgehungert, so Sommerlechner.

Die Gemeinde stellt sowohl dem Zivilschutzbeauftragten – Gerhard Baumann – einem Gemeindemitarbeiter und auch Sommerlechner einen Rotkreuz-Kurs zum Thema „Sicherheit bei Veranstaltungen bei Covid-19-Maßnahmen“ zur Verfügung, um für optimale Information und gute Abwicklung zu sorgen. „Wen das Thema Gelsen vorsichtig stimmt: Nach langjähriger Erfahrung kommen die Biester nicht untertags, sondern dann, wenn die Gäste schon gegangen sind – das Wegräumen der Sessel erfolgt dann allerdings meist im Laufschritt“, schmunzelt der Kulturstadtrat. Nachsatz der NÖN: Gelsenmittel in der Handtasche kann zusätzlich beruhigen.

Das Programm – von Schuberts „Winterreise“ über Beethovens 8. Symphonie bis zum Jazz-Vormittag am Sonntagmorgen – kann unter www.daskonzertinderau.at nachgelesen werden. Die Abotickets – zusammen mit der Orgelfestwoche im Oktober – kosten heuer nur 50 Euro für vier Konzerte, wahrlich ein Schnäppchen.