Weinviertel im „Weitwinkel“

Erstellt am 14. April 2022 | 04:58
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8328084_mar15region_viertelfestivalpk.jpg
Viertelsmanagerin Weinviertel Elisabeth Schiller, Geschäftsführer Josef Schick, Festivalleiter Stephan Gartner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Hermann Dikowitsch (v.l.) stellten das Viertelfestival 2022 vor.
Foto: NLK/Pfeiffer
Im Bezirk Gänsendorf beteiligen sich 14 Gemeinden mit 18 Projekten am Viertelfestival, das heuer seinen 20er feiert.
Werbung

„Das letzte Hemd hat viele Taschen.“ – so heißt eines von 18 Projekten, die im Zuge des Weinviertler Viertelfestivals über die Bühne gehen.

Dieses Projekt spielt sich in Jedenspeigen ab und befasst sich mit einer besonderen Thematik: Was bleibt von uns, wenn wir gestorben sind? Die Ausstellung ist interaktiv und wird immer größer, denn die Besucher werden gebeten, Gegenstände mitzubringen, die sie gern als Grabbeigaben hätten. Wer will, kann einen Umriss von sich auf einem großen Papier zeichnen lassen, die Grabbeigaben werden positioniert, ein Foto wird geschossen.

„Unser entscheidender Leitsatz der Kulturpolitik lautet, dass man Kultur in allen Regionen spüren und fühlen muss und, dass sie für alle erreichbar und leistbar sein muss“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, als das Viertelfestival der Presse im NÖ Landhaus präsentiert wurde.

Das Thema des Festivals, das von 13. Mai bis 15. August im Weinviertel stattfindet, lautet „Weitwinkel“. Wie passt das das interaktive Projekt aus Jedenspeigen dazu? „Es bedeutet, sich Fragen zu stellen“, heißt es in der Kurzbeschreibung. Fragen, wie: Wie will ich nach meinem Tod anderen in Erinnerung bleiben?

Beim Viertelfestival, das heuer übrigens sein 20-jähriges Jubiläum feiert, wird auf zentrale Einrichtungen mit nationaler und internationaler Strahlkraft gesetzt, aber natürlich besonders auf Künstler und Kulturinitiativen vor Ort. „Genau diese Regionalkultur steht im Mittelpunkt, denn sie stärkt die regionale Identität und das Selbstbewusstsein der Menschen“, betont die Landeshauptfrau.

„Das Viertelfestival ist das große Festival für die Kleinen“, ergänzt Festivalleiter Stephan Gartner, dass originelle Ideen Vorrang gegenüber großen Projektbudgets hätten. -sf-

Weiterlesen nach der Werbung