Nach Lockdown: Gemeinden fahren hoch. Langsam kehrt wieder Leben in die Kommunen ein. Auch die Ortspolitik nimmt Fahrt auf. Oberste Prämisse bleibt aber die Einhaltung der Hygienemaßnahmen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 30. April 2020 (04:24)
Ebenthals VP-Bürgermeister Christoph Veit: „Sammelzentren sind offen.“
Gemeinde

Die Gemeinden beginnen Stück für Stück, wieder in Richtung Normalität zurückzukehren – auch wenn diese Normalität eine andere ist, als wir es vor Corona gewöhnt waren. Die NÖN sprach mit einigen Bürgermeistern, wie die schrittweise Öffnung vonstattengehen soll.

„Zu viele Personen gleichzeitig können wir nicht einlassen, dann muss draußen gewartet werden.“VP-Bürgermeister Stefan Flotz aus Matzen

Trotz Lockdown wurde in den Amtsstuben gearbeitet, Parteienverkehr gab es zum größten Teil nicht. Das soll sich nun ändern. VP-Bürgermeister Stefan Flotz aus Matzen berichtet: „Wir starten mit 15. Mai wieder Normalbetrieb, natürlich unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen.“

Das heißt: Betreten des Gemeindeamtes nur mit Maske, Händedesinfektion und Abstandsregeln. „Zu viele Personen gleichzeitig können wir nicht einlassen, dann muss draußen gewartet werden“, präzisiert Flotz. Grünschnittplätze und Bauhof sind schon seit April in Betrieb. Ob und wann das Freibad wieder geöffnet werden kann, hängt von den Vorgaben der Bundesregierung ab. Man brauche drei bis fünf Tage zur Vorbereitung.

Auch Ebenthal startet in Richtung Wiederöffnung. „Die Sammelzentren sind seit vorigem Freitag geöffnet, das Naherholungsgebiet Eisteich ebenfalls“, so VP-Bürgermeister Christoph Veit im NÖN-Gespräch.

Der Kinderspielplatz bleibt noch gesperrt, hier seien Abstandsregeln schwer einzuhalten, auch wenn der Druck der Bevölkerung groß ist. Mit 1. Mai öffnet der Tennisplatz, die erste Gemeinderatssitzung seit dem Lockdown wird in der ersten Mai-Woche stattfinden. „Wir werden in den Schüttkasten ausweichen, dort ist Platz“, so Veit.

In Hohenruppersdorf trifft VP-Bürgermeister Hermann Gindl ebenfalls Vorbereitungen in Richtung einer „neuen Normalität“. „Ich schätze, dass es Anfang bis Mitte Mai so weit sein wird“, meint Gindl. Positiv sieht er die vom Landtag abgesegnete Möglichkeit von Rundlaufbeschlüssen für dringende Punkte: „Das könnte gerne weiter so bleiben.“

Der Ortschef setzt zudem auf die Selbstverantwortung der Bürger: „Das Thema wird uns länger beschäftigen.“ Er ist durch seinen früheren Beruf als Techniker für die Ausstattung von Hygienebereichen in Krankenhäusern mit Schutzmaßnahmen vertraut.