Wahl zum FP-Chef: Noch ist alles offen. NÖN-Gespräch / Rudolf Fischer, derzeit FPÖ-Bezirksparteiobmann, schließt nicht mehr aus, selbst als Kandidat bei Wahl anzutreten.

Von Erich Wessely. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
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Wenn eine große Mehrheit Rudolf Fischer als Obmann wünscht, kann sich der Groß-Enzersdorfer vorstellen, weiterzumachen.

Seit dem Rücktritt von Hubert Marek als FPÖ-Bezirksparteiobmann steht das Groß-Enzersdorfer Politurgestein Rudolf Fischer an der Spitze der Freiheitlichen im Bezirk Gänserndorf. Um Fischer bei der Arbeit unter die Arme zu greifen, wurde ihm mit Politneuling René Azinger – ebenfalls aus Groß-Enzersdorf – ein geschäftsführender Bezirksobmann zur Seite gestellt (die NÖN berichtete).

Das ist die derzeitige Übergangslösung an der Spitze der Bezirkspartei, bis beim ordentlichen Bezirksparteitag von den Mitgliedern ein neuer Bezirkschef gewählt werden soll. Bis jetzt wurden dem jungen Azinger die besten Chancen auf den Chefsessel eingeräumt. Doch je länger sich der Bezirksparteitag hinauszögert, umso mehr überlegen sich nun auch langjährige FP-Bezirksfunktionäre, bei der Wahl anzutreten.

Zuerst Stefan Nikl, jetzt auch Rudolf Fischer 

So ließ etwa in der letzten NÖN-Ausgabe der Angerner FP-Gemeinderat und stellvertretender FP-Bezirksparteichef Stefan Nikl offen, ob er bei der Wahl antreten werde. Reizen würde ihn die Aufgabe auf jeden Fall. Und wie sieht es mit Rudolf Fischer aus? In den letzten Wochen hatte er noch ausgeschlossen, nach der Übergangszeit als Bezirksobmann zur Verfügung zu stehen. Jetzt aber scheint plötzlich ein Antreten offen. „Wie heißt es bei James Bond? Sag niemals nie. Ich weiß es zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nicht, man muss jetzt im Bezirk ausloten, was von unseren Mitgliedern gewünscht wird“, so Fischer im NÖN-Gespräch. Wenn eine große Mehrheit Fischer als Obmann wünscht, könne er sich auch vorstellen, zu bleiben.

Wo und wann der ordentliche Bezirksparteitag stattfinden wird, steht auch noch nicht fest. Fischer: „In nächster Zeit, das muss auch erst mit dem Landesparteivorstand abgeklärt werden.“ Es bleibt also spannend in den kommenden Wochen.