Wege aus dem Patt. Fraktionen hoffen auf baldige Einigung bei Verhandlungen. Lobner erhebt weiter Anspruch auf Bürgermeisteramt.

Von Markus Glück. Erstellt am 11. Februar 2015 (09:04)
NOEN, Fotos: Archiv
Kurt Burghardt und René Lobner

Während der Großteil der Spitzenpolitiker der Bezirkshauptstadt in den heimischen Skigebieten urlaubte, machte in der Stadt ein Gerücht nach dem anderen die Runde. Am hartnäckigsten hielt sich das Gemunkel über einen Rücktritt von SP-Bürgermeister Kurt Burghardt. „Alles Blödsinn. Einen Rücktritt von Burghardt kann ich ausschließen“, wischt SP-Bezirksgeschäftsführer Willi Binder alle Gerüchte vom Tisch.

Indes hofft VP-Spitzenkandidat René Lobner, bald eine Einigung zu erzielen. „Die Leute erwarten von uns, dass wir arbeiten, und keine alten Befindlichkeiten aufwärmen“, so Lobner. Gegenüber der NÖN stellt er klar: „Wir sind Wahlsieger und erheben natürlich den Anspruch auf das Bürgermeisteramt.“

Lobner kann sich freies Kräftespiel vorstellen 

Über mögliche Koalitionsvarianten will der VP-Stadtrat nicht spekulieren, er könne sich aber auch ein freies Spiel der Kräfte vorstellen. „Eine klassische Koalition muss nicht der Fall sein. Man kann auch kooperative Lösungen mit allen Fraktionen finden“, erklärt Lobner.

Gerade ein solches freies Spiel der Kräfte kann sich Bürgerlisten-Spitzenkandidat Walter Krichbaumer nicht vorstellen und untermauert dabei abermals, dass es vonseiten der Bürgerliste keine Koalition mit der FPÖ geben wird: „Für Gespräche mit allen anderen Parteien sind wir offen.“ Ähnliches gilt bei der FPÖ, wo Sabine Singer ebenso eine Zusammenarbeit mit der Bürgerliste ausschließt. „Mit dieser Pattsituation hat niemand gerechnet. Alle Beteiligten wissen, dass eine Dreier-Koalition schwierig wird“, so Singer.

An den Grünen-Kernpunkten möchte Spitzenkandidatin Margot Linke auch nach der Wahl festhalten: „Die Details werden in den Verhandlungen besprochen.“