Weikendorf

Erstellt am 20. Januar 2017, 03:05

von Manuel Mattes

Feldbrunnen-Elektrifizierung: Power für die Bauern. 2.000 Hektar an Landwirtschaftsflächen werden schon bald mittels Elektropumpen beregnet. Dafür sind rund 70 Kilometer Erdkabel notwendig.

Spatenstichfeier ohne Spaten: Die Freude über den baldigen Beginn der Bauarbeiten ist bei allen Beteiligten groß.  |  Mattes

Bis zu 150.000 Liter Diesel – diese imposante Menge an Treibstoff kann künftig dank der Elektrifizierung landwirtschaftlicher Feldbrunnen in trockenen Jahren eingespart werden. Nach jahrelangen – oftmals äußert zähen – Vorarbeiten ist es der Wassergenossenschaft Marchfeld Hochterrasse nämlich gelungen, 74 bestehende Feldbrunnen mit Strom zu versorgen, wie Obmann Martin Zimmermann im Rahmen der Spatenstichfeier im Weikendorfer Gasthaus Nina stolz bemerkt. In Kürze soll mit der Verlegung der Leitungen begonnen werden.

Die Tatsache, dass Diesel-Pumpen durch moderne Elektropumpen ersetzt werden, stelle in zweierlei Hinsicht einen entscheidenden Fortschritt dar: Zum einen wird die Beregnung der Felder künftig äußerst umweltschonend (keine CO -Emissionen) vonstattengehen, zum anderen sind Landwirte nicht mehr so stark von Dieselpreisen abhängig – in Zeiten zunehmender Wetterextreme und partieller oder vollständiger Ernteausfälle ein wichtiger Faktor. Die Feldflächen befinden sich in den Gemeinden Weikendorf, Dörfles, Tallesbrunn, Gänserndorf und Obersiebenbrunn. Um größere Distanzen zu überwinden, wird der Strom für viele Pumpen auf 690 Volt hochgespannt, um damit Kabelquerschnitte und Kabelkosten einzusparen.

Die Investitionskosten betragen rund 2 Millionen Euro und werden vom Bundesministerium für Land– und Forstwirtschaft, vom Land NÖ und der Europäischen Union gefördert. Der Spatenstichfeier, aufgrund der Örtlichkeit ging sie ohne Spaten über die Bühne, wohnten auch VP-Landtagsabgeordneter René Lobner, Weikendorfs VP-Bürgermeister Johann Zimmermann, Raika-Geschäftsleiter Günther Franz Harold, Bauernbund-Bezirksobmann Manfred Zörnpfenning und der Vizepräsident der NÖ Landwirtschaftskammer, Otto Auer, bei.