Markus Fendrych hat erneut die Partei gewechselt. Von rechts nach links – und nun noch weiter nach links: Markus Fendrych gehört jetzt der Partei der Arbeit an. Früher war er bei der KPÖ, noch früher bei den Freiheitlichen.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 29. März 2017 (02:10)
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Der Weikendorfer Markus Fendrych ist seit Jänner dieses Jahres Mitglied der Partei der Arbeit.
NOEN, NÖN

Es dreht sich wieder, das Parteikarussell des Markus Fendrych. Dieses Mal jedoch nicht gleich um 180 Grad wie noch im Jahr 2013, als der Weikendorfer von der rechten FPÖ zur linken KPÖ wechselte (die NÖN berichtete). Nein, von einer Rotation größeren Ausmaßes kann man dieses Mal wirklich nicht sprechen, eher von einem kleinen Schubs, der den Politiker nun zur noch weiter links stehenden Partei der Arbeit (PdA) beförderte.

Diese wurde 2013 von ehemaligen KP-Mitgliedern gegründet und vertritt, so Fendrych, jene Ideale des Kommunismus, von denen sich die KPÖ längst entfernt habe. Das sei ein Grund für seinen bereits im Jänner vollzogenen Wechsel gewesen.

Die KPÖ sei mittlerweile nur noch eine „normale linke Partei“, deren Projekte scheiterten. Nicht so die PdA, die „wirklich für die Menschen“ arbeite. Die FP, die sich ja ebenfalls damit rühmt, im Namen der Bürger zu handeln, sei „heuchlerisch“, die Mitglieder großteils Karrieristen.

Gemeinderatswahlen 2020 bereits im Blick

Die Hohenauerin Alexandra Benedik ist jetzt Bezirkssprecherin der KPÖ Weinviertel.
NOEN, privat

„Wenn ich auf Karriere ausgewesen wäre, wäre ich bei der FP geblieben“, stellt Fendrych fest. Bei den Gemeinderatswahlen 2020 will der Security-Dienst-Mitarbeiter jedenfalls für seine neue Partei in Weikendorf antreten. Ob diese dann auch in anderen Kommunen vertreten sein wird, könne man noch nicht sagen – die PdA befinde sich im Bezirk im Aufbau.

Bei der KPÖ Weinviertel, deren Bezirkssprecher Fendrych war, hat die Hohenauerin Alexandra Benedik bis zur nächsten Mitgliederversammlung – „voraussichtlich im Herbst“ – dessen Funktion übernommen.