Wegenutzung: Streit wurde nun beigelegt. Ortschef lag wegen Zufahrt zu Strommasten mit Firma im Clinch. Nun gibt es eine gütliche Lösung.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 25. Juli 2020 (03:49)
Die Austrian Power Grid fand in den Verhandlungen mit Bürgermeister Johann Zimmermann eine Lösung für das Wegenutzungsproblem – quasi in letzter Minute.
NÖN

Seit Jahren lag die Gemeinde mit Austrian Power Grid (APG) im Streit, die Fronten schienen verhärtet (die NÖN berichtete). Zankapfel: Die Nutzung von gemeindeeigenen Wegen als Zufahrt zur Baustelle eines Strommastens. Jetzt kam es zu einer gütlichen Lösung.

Die APG errichtet die Weinviertelleitung, ein Ersatzneubau der bestehenden Stromleitung. Die Trassenführung ist eine andere, die Masten sind auch erheblich größer. Einer davon entsteht auf Weikendorfer Gemeindegebiet. „Wir haben nichts gegen die Leitung, aber gegen die Art und Weise, wie mit uns umgegangen wird“, ärgerte sich VP-Bürgermeister Johann Zimmermann im Mai beim NÖN- Interview. Er bezichtigte die APG, gemeindeeigene Wege widerrechtlich zu nutzen. Dem Vernehmen nach kam es schon zu unliebsamen Auseinandersetzungen vor Ort.

Bis es dem streitbaren Ortschef reichte und er ein Treffen auf höherer Ebene initiierte – offensichtlich mit Erfolg. Christoph Schuh, Unternehmenssprecher der APG, informierte die NÖN: „Im Zuge der Einigung des Wegübereinkommens wurde die Dienstbarkeit im Grundbuch des betroffenen Grundstücks eingetragen, auf dem sich der Weg, den APG nutzen muss, befindet, um den Mast zu errichten und instandzusetzen.“ Das bedeute, dass die APG nun den betroffenen Mast über den Weg unter bestimmten Bedingungen anfahren darf. Falls der Weg oder das Grundstück, auf dem sich der Weg befindet, verkauft werden, ist diese sogenannte Dienstbarkeit im Grundbuch öffentlich einzusehen.

Nach Abschluss des Leitungsbaus und Inbetriebnahme der Leitung erfolgen auf Kosten der APG die ordnungsgemäße Instandsetzung des Weges in den ursprünglichen Zustand sowie eine einvernehmliche Übergabe an die Eigentümerin.

Zimmermann zeigt sich nun sichtlich zufrieden: „Die Projektleitung hat jetzt einen anderen Zugang zu der Angelegenheit gefunden. Die Verhandlungen wurden auf Augenhöhe geführt, so, wie es eigentlich schon von Anfang an hätte sein sollen.“