Spaziergängerin fand Otterbaby. Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) Haringsee im Bezirk Gänserndorf kümmert sich nun um den kleinen, im Bezirk Mistelbach gefundenen Waisen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 18. Oktober 2017 (10:41)
Vier Pfoten

Ein lautes Fiepen ließ Spaziergänger zwischen Mistelbach und Wilfersdorf vor wenigen Tagen aufhorchen. Eine Dame machte sich schließlich auf die Suche nach dem Urheber und fand an der Uferböschung der Zaya ein jämmerlich weinendes Fischotterbaby. Sie brachte es in die von "Vier Pfoten" geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS).

„Das Team fütterte ihn sofort mit einem Fläschchen Ersatzmilch“

Vier Pfoten/Stefan Knöpfer

„Im Umkreis der Fundstelle wurde kein toter Fischotter gefunden. Damit können wir nur spekulieren, was dem Muttertier zugestoßen ist“, sagt "Vier Pfoten"-Expertin Brigitte Kopetzky. 

„Der kleine Otter, übrigens ein Männchen, war schon sehr ausgehungert. Das EGS Team fütterte ihn sofort mit einem Fläschchen Ersatzmilch“, erzählt Kopetzky. „Wir schätzen sein Alter auf 10 Wochen.“ In diesem Alter verlassen Otterbabys ihren Bau nur, wenn ihre Mutter nicht mehr zurückkommt und sie sich auf die Suche nach ihr begeben.

Der Kleine hat sich gut erholt und entwickelt sich prächtig. Neben seiner Milchnahrung beginnt er sich langsam auch für feste Kost zu interessieren. Das Ziel des EGS Teams ist es, den kleinen Otter wieder auszuwildern, sobald er kein Fläschchen mehr braucht. Dazu suchen die Mitarbeiter um EGS-Leiter Hans Frey derzeit intensiv nach einem geeigneten Gebiet.