Deutsch-Wagramer Grüne: „Tafel sorgt für Chaos“. Laut den Grünen führt Schild zu Verwirrung bei Brummi-Fahrern.

Von Robert Knotz. Erstellt am 24. Juni 2020 (05:32)
Ratlos stehen Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer, Grünen-Stadtrat Heinz Bogner und Grünen-Gemeinderätin Brigitte Windbichler (v.l.) vor der Zusatztafel in der Erzherzog-Carl-Straße.
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„Trotz des Fahrverbot-Schildes für Lkw über 3,5t donnert ein Lastwagen nach dem andern durch die kurze Straße im alten Dorf, die Teil der Landesstraße L6 ist“, ärgert sich Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer. Die oben erwähnte Erzherzog-Carl-Straße und in weiterer Folge Franz-Mair-Straße würde den Schwerverkehr geradezu anziehen.

Eine der Ursachen dafür sieht sie im langen und komplexen Text der Zusatztafel des Verkehrszeichens. Dieser sei für alle Lenker eine Herausforderung. Bergauer habe sich gemeinsam mit Umweltstadtrat Heinz Bogner und Grünen-Gemeinderätin Brigitte Windbichler die Situation vor Ort angesehen.

Ratlos seien die drei vor der Zusatztafel, die definitiv schwer zu interpretieren ist, gestanden. Die Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot werden darauf wie folgt beschrieben: Fahren dürfen alle Lkw mit einem Ziel östlich der L6 und südlich der AST Hochleithen – also östlich praktisch überallhin bis Wladiwostok.

Die Franz-Mair-Straße würde zu Schleichweg

„Eineinhalb Kilometer weiter geht parallel zur L6 die wohl wesentlich schnellere und bequemere S1 – wäre da nicht die kilometerabhängige Maut. Aber da die finanzielle Ersparnis scheinbar wichtiger ist als die zeitliche, wurde die Franz-Mair-Straße zum Schleichweg für alle, die sich von der Autobahn davonschleichen“, so die Grünen-Gemeinderätin weiter.

Sie fordert eine strikte Bestrafung für jene Lenker, die sich nicht an das Fahrverbot halten. Bezirkshauptmann Stellvertreter Wolfgang Merkatz meint dazu: „Das Verkehrszeichen ist bereits seit 2010 dort angebracht. Der Hintergrund ist, dass alle Lkw, die nicht zu den angegebenen Zielen fahren, über die B8 und die S1 ausweichen müssen.“ Jene, die sich nicht daran halten würden, begehen eine Verwaltungsübertretung. Eigentlich wissen die Lenker über dieses Verbot Bescheid, denn es sind ja immer dieselben, die dort fahren“, so Merkatz weiter.

Ziel sei es, Mautflüchtlinge auf der Landesstraße 6 zu verhindern. Der Text sei die rechtliche Grundlage dafür, um eine Bestrafung erst möglich zu machen.

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