Gewässerschutz: Sprung für guten Zweck. Zeitgleich mit weiteren 15 europäischen Ländern setzten sich auf Aufruf des WWF über 100 Freiwillige mit einem „Big Jump“ in Marchegg für mehr Gewässerschutz ein.

Von Ernst Spet. Erstellt am 09. Juli 2018 (20:04)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Mit einem Sprung ins Wasser, dem sogenannten „Big Jump“, setzten auf Initiative des Umweltverbandes WWF tausende Menschen in über 160 Locations Europas zeitgleich ein Zeichen für mehr Gewässerschutz. So auch in Marchegg, wo über 100 Teilnehmer die grenzübergreifende Notwendigkeit nach lebendigen Flüssen unterstrichen.

So spaßig die Aktion sein mag, umso ernster ist ihr Hintergrund: Ein aktueller Bericht der Europäischen Umweltagentur zeigt, dass 60 Prozent der europäischen Gewässer in keinem guten Zustand sind. Allein in Österreich gelten nur 15 Prozent der Flüsse als ökologisch intakt.

„Trotz dieser Zahlen steht die EU-Wasserrahmenrichtlinie auf dem Prüfstand. Diese EU-weiten Standards im Gewässerschutz drohen abgeschwächt zu werden. Die Folge wäre eine weitere Verschlechterung unserer Gewässer durch Übernutzung und zunehmende Verbauung“, warnt Bettina Urbanek, WWF-Gewässerexpertin.

Im Zuge des Life+-Projektes „Untere Marchauen“ zeigt der WWF gemeinsam mit Via Donau und dem Landesfischereiverband NÖ vor, wie die EU-Wasserrahmenrichtlinien eingehalten werden können: So werden aktuell an der March Revitalisierungen durchgeführt, wodurch der Fluss mehr Platz erhält und mehr Lebensraum für Fische und Co. bietet.