Schulstreit endete vor Gericht. Dicke Luft dürfte schon länger zwischen zwei Schulkollegen der Landesberufsschule Zisterdorf geherrscht haben, als eine verbale Auseinandersetzung am 28. Oktober dieses Jahres mit der Drohung: „Ich komm mit meinen Kameraden und bring Dich um“ ihren Höhepunkt erreichte. Dem vorausgegangen dürfte ein gegenseitiges Anschwärzen der beiden, einer 25, der andere 17 Jahre alt, beim Direktor gewesen sein.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 28. Dezember 2020 (16:09)
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„So was würd ich nie sagen“, erwiderte der 25-jährige Angeklagte auf die Vorhaltung der Äußerung durch Richter Martin Gall-Vanek am Landesgericht Korneuburg. „Ich tu keiner Fliege was zuleide“, setzte er nach und er habe mit dem 17-Jährigen keine Probleme. Das verwunderte angesichts der Anklage wegen Nötigung den Richter, der dann noch Details der Schulstreitigkeiten herausarbeitete. Insgesamt befand Gall-Vanek die Aussage des jüngeren Installateur-Lehrlings für nachvollziehbarer.

Letztlich halfen dem Beschuldigten, der ohne Verteidiger erschien, alle Beteuerungen wie friedliebend und kollegial er sei, nichts. Der Richter qualifizierte seine Aussage als Schutzbehauptung und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe in der Höhe von 360 Euro, was einer Ersatzfreiheitsstrafe von 45 Tagen entspricht.