Aktionskunst zeigt Reh-Kadaver als Mahnmal. Reh ziert das Werk des Künstlers Heberling. Das Ziel: Menschen sollen keinen Müll mehr in der Landschaft entsorgen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. Juni 2021 (05:31)
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Künstler Ronald Heberling (Mitte) mit „Plastic Planet Austria“-Vertreterin Stella Witt (l.) und interessierten Beteiligten aus dem Publikum.
privat, privat

„Sichtbar machen, wo andere wegschauen“ – das ist das Ziel der Kunstaktionen des kanadischen, aber in Zistersdorf beheimateten Aktionskünstlers Ronald „Hero“ Heberling.

Bei seiner Aktionskunst werden die schrägsten Fundstücke von Wiese, Acker, Wald und Straße (tote Tiere, gebrauchte Drogenspritzen, Projektile, Zigarettenstummel, Bruchglas, weggeworfene Gesichtsmasken usw.) vom Künstler in seine Werke integriert.

Am Samstag hatte nun das interessierte Publikum auf der Wiener Mariahilfer Straße die Möglichkeit, sich selbst an der Kreation eines „Hero“-Kunstwerkes aktiv zu beteiligen. Da landeten gebrauchte Gesichtsmasken, Verpackungen gebrauchte Taschentücher im Kunstwerk und es wurden am darin befindlichen Backenknochen eines im Wald verendeten Tieres sogar leidenschaftlich die Tschick ausgedämpft.

So manchem ging ein Licht auf, wie sehr der Natur geschadet wird, wenn man ungeachtet Müll in der Landschaft entsorgt, da Tiere diesen als Lebensmittel ansehen, den giftigen Müll allerdings nicht verdauen und auch nicht ausscheiden können.