Dürr-Schließung: 3 Mio. Euro für 85 Betroffene. Ende Dezember sperrt Firma die Produktionsstätte in Zistersdorf. Gewerkschaften erkämpften Sozialplan für Beschäftigte.

Erstellt am 05. November 2016 (05:00)
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Betriebsratsvorsitzender Gottfried Brand-Haushofer (links) und Stellvertreter David Schramm: „Drei Millionen Euro stehen für die Betroffenen zur Verfügung.“
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Das Produktionswerk des deutschen Maschinen- und Anlagenbaukonzerns Dürr in Zistersdorf wird mit Ende 2016 geschlossen. 85 Beschäftigte verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Bislang wurden die meisten Anlagenkomponenten in Zistersdorf für China hergestellt – künftig sollen sie auch in China produziert werden (die NÖN berichtete).

Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp konnten nun nach „schwierigen aber fairen“ Verhandlungen mit der Geschäftsleitung einen Sozialplan für die Angestellten erreichen: Drei Millionen Euro stehen künftig für die Betroffenen zur Verfügung. Zusätzlich wird das Berufsförderungsinstitut BFI die Arbeitnehmer bei der Jobsuche bzw. Weiterqualifizierung unterstützen.

Allerdings – ein bitterer Beigeschmack bleibt natürlich dennoch. „Der Sozialplan ist zwar eine wichtige finanzielle Hilfe für die Betroffenen und deren Familien, aber er kann einen neuen Arbeitsplatz in der Region nicht ersetzen. Darum ist die Zusammenarbeit mit dem BFI und die individuelle Betreuung der Betroffenen von besonderer Bedeutung“, erklärt Rudolf Kaiser von der Produktionsgewerkschaft PRO-GE.