Hotel Eldu bleibt geschlossen. VP-Stadtchef Helmut Doschek kämpft trotz allem für Erhalt der Infrastruktur und will die Finanzstärke der Gemeinde künftig mit Strom aus Wind und Sonne anheben.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 22. Juni 2020 (03:01)
Die Zistersdorfer Verwaltung setzt ihre Schwerpunkte derzeit auf die Bereiche Infrastruktur und Fertigstellung von Projekten.
Szeker

Ein Jahr der erfüllten Erwartungen war 2020 bisher nicht, vieles ist aufgrund der Coronakrise anders gekommen, als es kommen sollte. Auch Bürgermeister Helmut Doschek (ÖVP) hat das zu spüren bekommen: Die finanziellen Einbußen, die der Stadtgemeinde ins Haus stehen, sind noch nicht genau abschätzbar.

Die Prioritäten sind für Doschek daher eindeutig auf Erhalt und Fertigstellung gelegt. So ist ihm der Betrieb wesentlicher Infrastruktur wie der Kindergärten ein besonderes Anliegen. Die Projekte Tagesbetreuung und Sanierung der Aufbahrungshalle werden zudem im Herbst bzw. bis Ende des Jahres finalisiert.

Neben finanziellen Einbußen musste der Stadtchef mit der Schließung des Hotels Eldu einen schweren Schlag hinnehmen – es wird nicht wieder öffnen.

Erfreulich ist hingegen das kommunale Investitionspaket der Bundesregierung, das Zistersdorf Gelder in Höhe von 566.000 Euro in Aussicht stellt. „Gut, dass es das gibt“, sagt Doschek, gibt allerdings zu bedenken, dass die Gelder aus dem Fonds an Auflagen geknüpft sind und daher die Beweglichkeit der Stadtgemeinde limitieren. Dennoch werden in den nächsten Wochen Gremien der Gemeinde förderungswürdige Projekte ausarbeiten.

Stärken Zistersdorfs rücken in den Fokus

Um finanzielle Abhängigkeiten der Gemeinde zu reduzieren, ist der Bürgermeister zudem damit beschäftigt, die Stärken Zistersdorfs ins Licht zu rücken. Sie sollen wirtschaftlich genutzt werden, um neue Finanzkraft zu erlangen. Das große Zukunftsthema ist für Doschek Strom aus Wind und Sonne, zumal diese Energiequellen als krisenfest betrachtet werden können. Über den Sommer sollen Wege gefunden werden, um umgenutzte Potenziale zu realisieren – als flächenmäßig größte Gemeinde im Bezirk ist sie jedenfalls prädestiniert dafür.

Auf den Rest des Jahres wagt der Stadtchef einen positiven Ausblick: „Ich bin überzeugt, dass es bergauf geht“, wenngleich sich Doschek als Polizist bewusst ist, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Immerhin brachte die Pause aufgrund der Krise bisher nicht nur Negatives mit sich: „Ich habe die Zeit genutzt, um zu Hause vieles, das liegen geblieben ist, aufzuarbeiten.“. Gärten und Garagen sind in Zistersdorf gepflegt wie nie.