Kohlenmonoxid-Austritt: Zehn Personen gerettet. Kohlenmonoxid-Austritt in Wohngebäude: Rotes Kreuz und Feuerwehr eilten zu Hilfe. Alle Hausbewohner mussten ins Krankenhaus. Unfallursache ist bis dato ungeklärt.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 14. Dezember 2017 (14:40)
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Ein Großaufgebot an Rettungskräften gab es am Montagabend in der Zistersdorfer Kaiserstraße.
AFKDO/Geiter

Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettung kam es am Montag kurz vor 19 Uhr in der Zistersdorfer Kaiserstraße: In einem Wohngebäude war das lebensgefährliche Gas Kohlenmonoxid (CO) ausgetreten. Mehrere Personen waren in Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Die Vorgeschichte: Das Rote Kreuz war zu einem medizinischen Notfall alarmiert worden. Beim Betreten des Hauses schlug das CO-Warngerät der Sanitäter an. Sofort wurde das gesamte Gebäude geräumt, gleichzeitig verständigten die Sanis die Feuerwehr. Nachdem die städtischen Silberhelme angerückt waren, führten diese umgehend weitere Kohlenmonoxid-Messungen durch. Auch die Florianis stellten eine sehr hohe CO-Konzentration fest.

"Zusätzliche Rettungswägen angefordert"

„Zu diesem Zeitpunkt befand sich bereits eine Person in notärztlicher Behandlung. Da sich insgesamt zehn Menschen im Gebäude aufgehalten hatten, mussten noch zusätzliche Rettungswägen angefordert werden“, erinnert sich einer der Retter. Alle Hausbewohner und zwei weitere Personen mussten schließlich ins Krankenhaus gebracht werden. Über ihren gesundheitlichen Zustand wurde nichts bekannt.

Währenddessen hatte ein Atemschutztrupp der FF Zistersdorf die Gaszufuhr abgedreht und alle Fenster des Gebäudes geöffnet. Zu Hilfe war auch ein Einsatzfahrzeug der EVN gekommen. Feuerwehr und EVN-Mitarbeiter nahmen jetzt gemeinsam Messungen vor. „Erst nach über einer halben Stunde war die Konzentration im Haus so weit abgesunken, dass ein gefahrloses Betreten möglich war“, so ein Floriani.

Das Gas bleibt auf jeden Fall bis zur vollständigen Abklärung abgedreht. Gegen 20.30 Uhr konnten die Helfer wieder einrücken. Vom Roten Kreuz standen vier Rettungswägen und ein Notarztfahrzeug im Einsatz.