Künstler wurde angezeigt. Ronald „Hero“ Heberling wurde von der Staatsanwaltschaft einvernommen. Er wollte sein Werk „Let Love Prevail“, eine Bomben-Attrappe, an Van der Bellen übergeben.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 13. Februar 2017 (18:38)
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Ronald „Hero“ Heberling zeigt sein Werk: „Let Love Prevail“ sollte ursprünglich dem neuen Präsidenten übergeben werden. 
Privat

In der Vorweihnachtszeit machte Aktionskünstler Ronald „Hero“ Heberling mit seinem Kunstwerk „Let Love Prevail“, einer Sprengstoff-Attrappe in Herzform, die er dem neuen Bundespräsidenten übergeben wollte, von sich Reden (die NÖN berichtete).

„Das Werk ist als Spaß-Kunstprojekt gedacht“, so der Zistersdorfer. Nur blöd, dass der Verfassungsschutz, wenn es um eine Bombe für den Präsidenten geht, eben keinen Spaß versteht. Die Staatsanwaltschaft erstattete Anzeige – und Heberling hatte am Montag einen Termin bei der NÖ Landespolizeidirektion.

Durch YouTube-Video aufmerksam geworden

„Ich musste das Kunstwerk abgeben. Es wurde untersucht und schließlich stellte man fest, dass an der Attrappe nichts funktioniert“, erzählt „Hero“, der außerdem zwei Stunden lang einvernommen wurde, im NÖN-Gespräch. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass das Kunstwerk so etwas auslösen könnte.“ Das Vernehmen wird jetzt an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die es – damit rechnet Heberling zumindest – ad acta legen wird.

Auf „Hero“ aufmerksam geworden war der Verfassungsschutz übrigens aufgrund jenes YouTube-Videos, mit dem die Bomben-Attrappe, wie berichtet, in Szene gesetzt wurde – „die einzige Möglichkeit, das Werk zu präsentieren.“ Und: „Es war als Denkanstoß gedacht. Da sieht man wieder, wie angespannt die heutige Zeit ist“, resümiert Heberling.