Sorge um Wintersaat wegen Mäuseplage. Bauern fürchten Einbußen. Versicherungs-Lösungen werden angestrebt.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 01. September 2019 (04:33)
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Die Plage ist noch nicht eingedämmt: Nach wie vor fressen die Mäuse quasi alles, was ihnen vor die Nase kommt.
Shutterstock/Rudmer Zwerver

Gleich vorweg: Die Mäuse, die in Teilen des Bezirks für teils enorme Ernte-Einbußen verantwortlich sind, fressen munter weiter. Die Befürchtung der Landwirte ist nun, dass die Nager bis zum Anbau der Winterungen überleben und sich dann über die frische Wintersaat hermachen.

„Das wäre verheerend und in Folge mehr als ein Problem“, sagen Gottfried und Franz Bauer von der Erzeugergemeinschaft Zistersdorf.

Die beiden hatten jüngst Alarm geschlagen, weil Mäuse nicht mehr nur Feldfrüchte, sondern auch Baumfrüchte – genauer gesagt Marillen – vernichteten (die NÖN berichtete). „Die Begrünungen komplett zu umreißen und bzw. oder jetzt nicht anzubauen – und das ohne Anspruchsverlust – wäre eine Möglichkeit gewesen“, so die Landwirte.

Individuelle Hilfe, wenn Existenz bedroht ist

Diesbezüglich würden sie entsprechende Regelungen vermissen, um das Begrünungs-Management auf eigenem Grund und Boden weitestgehend selbst bestimmen zu können. Dennoch – einen kleinen Lichtblick gebe es schon: Man stehe mit VP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf in Kontakt und es soll bald eine Versicherungslösung geben.

„Für heuer wird es mit dem Katastrophenfonds leider nichts mehr, es soll ihn aber in Zukunft geben“, erklärt Bauer. Im Fall der betrieblichen Existenzbedrohung würde die NÖ Landwirtschaftskammer auch individuelle finanzielle Unterstützung gewähren. „Wir sind zukunftslösungsorientiert hoffnungsvoll“, so Gottfried und Franz Bauer abschließend.