Wohnraum: Zeichen stehen auf Ausbau. Dank der Nord-Autobahn wird Zistersdorf als Heimatgemeinde wieder beliebter. Einige Projekte in der Stadt sollen dafür sorgen, dass genügend Immobilien vorhanden sind.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:03)
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Baugründe, Wohnungen und Doppelhäuser: In Zistersdorf steht das Thema „Wohnbau“ im Fokus, wie VP-Stadtchef Helmut Doschek (kleines Bild)berichtet.

„Der Kontakt zur Bevölkerung ist derzeit am wichtigsten“, stellte VP-Bürgermeister Helmut Doschek im März gegenüber der NÖN fest. Vergangene Woche war er in diesem Sinne im Gasthaus Bruckmayer in Groß-Inzersdorf und trug seinen Bericht vor. Neben den Finanzen waren dabei auch die Wohnbauprojekte in der Großgemeinde ein wichtiges Thema.

Gemeinde

Am Klostergrund entstehen insgesamt 34 Bauplätze zum Verkauf. Im Hacheweg wurden bereits Wohnungen verkauft und die nächsten sind auch schon geplant. Die Waldviertler Siedlungsgenossenschaft wird zehn Doppelhäuser errichten. Außerdem steht das Projekt junges Wohnen dort an. „Das liegt mir sehr am Herzen“, sagt Doschek dazu. Es soll dabei helfen, die jungen Zistersdorfer in der Gemeinde zu halten – denn jene, die einmal gehen, kommen laut Doschek selten wieder zurück.

"Zistersdorf ist die Summe seiner Bürger"

Auch die Katastralgemeinden sollen nicht unter den Tisch fallen. In einem Projekt unter dem Titel „Wo ist noch was möglich?“ wurde nach Aufschließungsmöglichkeiten in den Ortschaften gesucht. Das Fazit: Es gibt noch welche, aber das Land NÖ ist strikt und nicht alle Möglichkeiten sind daher realisierbar. In Groß-Inzersdorf sieht Doschek noch eine Aufschließungsmöglichkeit.

Für die gesamte Großgemeinde stellt Doschek fest, dass in den letzten zehn Jahren die Bevölkerung zurückgegangen ist. Er spricht von einer Art „Aderlass“. „Die Nord-Autobahn ist ein Teil davon, dass wir begehrter geworden sind“, ist Doschek allerdings zuversichtlich für die Zukunft. Die Stadt als Wohnsitzgemeinde soll wachsen, denn: „Zistersdorf ist die Summe seiner Bürger“, betont Doschek.