Ausbildungszentrum: Lösung nach Firmen-Aus. Arbeitslose Erwachsene lernen nach der Dürr-Schließung nun an der neuen Weinviertler Technik-Akademie.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 10. November 2017 (04:21)
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Der Zistersdorfer Produktionsstandort des deutschen Dürr-Konzerns wurde 1970 errichtet. Dürr-Vorstandsvorsitzender Ralf Dieter erklärt die Umstände, die zur Schließung des Standorts führten.
NÖN-Archiv

Mit der Schließung des Standorts der Firma Dürr in Zistersdorf vor rund einem Jahr ging dem Arbeitsmarktservice (AMS) das einzige Ausbildungszentrum für arbeitslose Erwachsene im Weinviertel verloren (die NÖN berichtete). „Es wurde aber unter dem Namen Weinviertler Technik-Akademie (WTA) auf unserem Betriebsstandort in Wolkersdorf nahtlos weitergeführt“, so Veit Schmid-Schmidsfelden, Geschäftsführer der Rupert Fertinger GmbH, die auch ein Werk in Neusiedl betreibt.

Bis zu 155 Arbeitslose pro Jahr werden seither über Vermittlung der AMS-Geschäftsstellen Gänserndorf, Korneuburg, Hollabrunn und Mistelbach an der WTA ausgebildet. „Wir haben für dieses hochmoderne Schulungszentrum den idealen Standort gefunden“, resümiert AMS-Landesgeschäftsführer Karl Fakler.

In den Jahren 2016 sowie 2017 (bis einschließlich Ende Oktober) begannen 247 Jobsuchende über Vermittlung des AMS ihre Ausbildung bei Dürr bzw. in der WTA. In derselben Zeit machten 24 Schulungsteilnehmer, davon sechs Frauen, ihren Lehrabschluss im Bereich Metall/Elektro. Fast 60 % der Absolventen nehmen spätestens nach neun Monaten eine Beschäftigung auf. Aktuell bereiten sich 33 Personen in der WTA auf einen beruflichen Wiedereinstieg vor. Knapp 1 Mio. Euro wendet das AMS NÖ heuer für den Betrieb der WTA auf.