Zu Fuß und per Rad über die March

Erstellt am 10. Mai 2022 | 09:05
Lesezeit: 3 Min
Eine 270 Meter lange Brücke verbindet zwei Regionen in zwei Ländern und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
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Es ist vollbracht: Die Geh- und Radwegbrücke, die das österreichische Marchegg und das slowakische Vysoká verbindet, wurde am Wochenende feierlich eröffnet.

Das Wetter ließ zunächst nicht auf Feierstimmung hoffen: Nach einem Regenschauer pünktlich zum geplanten Eröffnungszeitpunkt segnete Pater Antal unter grauem Himmel und Donnergrollen die Verbindung zweier Länder.

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Foto: Ernst Spet

„Die Brücke als Verbindungsglied zwischen Niederösterreich und der Slowakei macht den Zusammenhalt beider Länder sowie Lebens-und Wirtschaftsräume spürbar“, sagte Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko bei dem gemeinsamen Fest. Es war ihm wichtig zu betonten: „Wir wollen damit die Verbundenheit der Regionen stärken.“ Außerdem soll die 270 Meter lange Brücke gleichzeitig ein Bekenntnis zur aktiven Mobilität, „also zum Radfahren und Zufußgehen“ sein.

Beim Eröffnungsfest, das auf der slowakischen Seite der Brücke stattfand, war auch Julia Köstenberger, Autorin von „Grenzenlos Radeln“, vor Ort. „Ein Pflichttermin“, sagt sie zur NÖN. Sie hat die Brücke bereits befahren und ist zufrieden: „Eine schöne Verbindung für beide Seiten.“ So sieht es auch der ehemalige Weinviertel-Regionalmanager Hermann Hansy. „Ich war bei jedem Brückenprojekt an der March dabei.“

Neben der Errichtung der Brücke wurden im Zuge des Projekts Radwege zwischen Marchegg und dem Bahnhof, ein grenzüberschreitendes Leitsystem, Fahrradzählanlagen sowie versperrbare Fahrradboxen am Bahnhof Marchegg umgesetzt. Der Schutz der Natur war bei dem Projekt besonders wichtig: So wurden etwa Teile der Brückenkonstruktion mit Vogelwarneinrichtungen markiert.

Die Kosten: 

  • Gesamtkosten für die Geh- und Radwegbrücke: 5,9 Millionen Euro.
  • Das grenzüberschreitende Projekt wird zu 85 Prozent aus EU-Mitteln gefördert.
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