„Bierathlon-Veranstaltung ist Aufruf zum Komasaufen“. NÖN-Leser äußert Bedenken. JVP: „Jugendschutz steht an erster Stelle.“

Von Natascha Steiger. Erstellt am 31. Juli 2019 (04:45)
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Wolfgang Zimmermann, Bezirks-Obmann der Jungen Volkspartei, appelliert an die Teilnehmer, sich selbst nicht zu überschätzen.
Rittler

Was für den einen nach Spaß klingen mag, scheint für den anderen vielmehr ein „Aufruf zu Selbstbeschädigung“ zu sein: Die Junge Volkspartei (JVP) Zwerndorf lädt im September zum „Bierathlon“ und damit, so ein besorgter NÖN-Leser, zum „Komasaufen“ ein. Ziel der Veranstaltung, bei der Gruppen aus vier Personen gegeneinander antreten, ist es, auf einer Strecke von drei Kilometern eine Kiste Bier oder Spritzer zu leeren. „Und das Mitte September, wo noch Temperaturen bis zu 30 Grad möglich sind. Jeder Sportarzt wird bestätigen, dass das Selbstbeschädigung ist – im schlimmsten Falle sogar lebensgefährlich“, so der Leser.

Besonders erschreckend sei für ihn, dass auf der Veranstaltungsseite auf Facebook kein Mindestalter für die Teilnahme angeführt wird. Was sagt Wolfgang Zimmermann, Bezirks-Obmann der JVP, dazu? „Es werden auf jeden Fall strenge Kontrollen bezüglich des Mindestalters der Teilnehmer durchgeführt. Zusätzlich werde ich mich darum bemühen, dies auf der Veranstaltungsseite hinzuzufügen“, so Zimmermann.

Wohl der Gäste stehe an erster Stelle

Der Jugendschutz sowie das Wohl der Gäste stünden an erster Stelle. Trotzdem appelliert Zimmermann an die Eigenverantwortung der Bewerber: „Jeder muss für sich selbst festlegen, ob man dazu in der Lage ist, so viel Bier oder Spritzer zu trinken.“

Um dennoch mögliche Zwischenfälle zu verhindern, werden die Mitglieder der Jungen Volkspartei auf ein ausgeklügeltes Rettungssystem setzen: So soll den Gästen ausreichend Wasser zur Verfügung stehen, um etwaigen Kreislaufproblemen vorzubeugen. Falls es trotz aller Vorsicht zu einem Ernstfall kommen sollte, seien auch Sanitäter mit Rettungswägen vor Ort anwesend.

„Ich werde mir auch selbst ein Bild von der Veranstaltung machen und darauf achten, dass alles im Rahmen bleibt“, so der JVP-Bezirkssprecher, der abschließend betont, dass diese Art von Veranstaltung nichts Neues sei und auch auf anderen Feierlichkeiten viel Alkohol konsumiert werde.