1.500 Schutzwände für alle NÖ Bezirkshauptmannschaften. Die Glaserei Eigenschink aus Gmünd erhielt einen Prestigeauftrag vom Land NÖ: Gemeinsam mit Partnerfirmen aus Amstetten, Mistelbach, Hainfeld und Großwolfgers werden derzeit etwa 1.500 Arbeitsplätze in allen NÖ Bezirkshauptmannschaften mit Sicherheitsglas-Wänden ausgestattet.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 27. April 2020 (06:42)
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Die Glaserei Eigenschink aus Gmünd liefert mit vier Partnerbetrieben gut 1.500 Schutzwände aus Sicherheitsglas für sämtliche Bezirkshauptmannschaften des Landes. Am Foto: Nico Panagl, Süleyman Dogrul und Thomas Eigenschink (v.l.).
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„Uns freut, dass die Entscheidung auf ein hundertprozentig niederösterreichisches Produkt und auf ästhetisches, pflegeleichtes Glas gefallen ist“, sagt Geschäftsführer Thomas Eigenschink. Er führt das Gmünder Familienunternehmen gemeinsam mit seiner Gattin Elisabeth in vierter Generation. 

Für jedes Viertel einen Partner dazu geholt

Eigenschink hat für die Lieferung und Montage der etwa 1.500 Sicherheitsglas-Wände für jedes Viertel einen Partnerbetrieb ins Boot geholt: Im Weinviertel baut Glas Frank (Mistelbach) die Teile an Ort und Stelle zusammen, das Industrieviertel deckt Glas Marton (Hainfeld) ab, für die Bezirkshauptmannschaften im Mostviertel wurde die Amstettner Firma Ertl-Glas hinzugezogen, die auch das Sicherheits-Glas fertigt. Die gut 3.000 Sockel steuert die Tischlerei Fuchs aus Großwolfgers in der Gemeinde Weitra bei, hier legt auch Altbürgermeister Raimund Fuchs beim Lackieren selbst Hand an.

Bereits bis Ende April soll der kurzfristig gekommene Auftrag mit Schutzwänden in drei verschiedenen Ausführungen abgearbeitet sein.

„Großartiger Zusammenhalt unter Glasern!"

Alle Beteiligten hätten unter Zeitdruck hohe Leidenschaft und Flexibilität gezeigt, zollt Thomas Eigenschink den Partnerbetrieben Anerkennung, „der Zusammenhalt unter den Glasern ist wirklich großartig!“ Die ersten Bezirkshauptmannschaften wurden bereits mit Schutzwänden ausgestattet.

Für die Gmünder Glaserei, deren siebenköpfige Belegschaft seit 16. März in Kurzarbeit ist, kam der Auftrag mehr als gelegen. Im Tischkultur-Geschäft sei der erste Tag nach der Wiedereröffnung sehr erfolgreich gewesen, dann sei der Zulauf eher wieder abgeflacht, blickt Thomas Eigenschink zurück: Jetzt werde daran gearbeitet, wieder zu einem normalen Geschäftsgang wie vor den Covid-19-Maßnahmen zurückzufinden.