Facelift für das Avia-Motel in Gmünd

Kunden arbeiteten an Umgestaltung mit, Einrichtung ist noch zu haben.

Erstellt am 26. November 2021 | 08:02
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Neue Fototapeten und Leselampen sind schon angebracht, die Betten, Bäder und Böden werden erst erneuert.
Foto: privat

Zum 15. Geburtstag steht im Motel der Avia-Station Gmünd eine Rundumerneuerung an: Alle elf Zimmer werden einem Facelift unterzogen. Die ausgedienten Möbel sollen nicht am Müll landen, sondern eine neue Verwendung finden. „Die Einrichtung hat die vergangenen 15 Jahre gut überdauert und ist ja nicht kaputt“, erklärt Geschäftsführer Andreas Weber. Die Möbel sind gegen einen freiwilligen Unkostenbeitrag zu haben, einige Interessenten gebe es bereits.

Für die Zimmer ergaben sich einige Umgestaltungsideen – auch dank Kunden-Rückmeldungen. „Wir hatten bisher Doppelbetten, die man nicht trennen konnte. Gewünscht waren aber mehrfach Betten, die auseinandergeschoben werden können“, sagt er. Deshalb kommen jetzt trennbare Doppelbetten – und werden zusätzlich mit Tempur-Matratzen ausgestattet. „Bei den meisten Kundenbefragungen in Hotels ist die Sauberkeit der wichtigste Punkt. Danach kommt schon die Liegequalität“, betont Weber. Deshalb zahle sich die Investition in die vergleichsweise teuren Matratzen aus. Teppichböden kommen raus, Holzböden rein. Das sei leichter zu reinigen, hygienischer und für Allergiker besser geeignet.

Die Bäder erhalten eine neue Sanitärausstattung, dazu Schiebetüren. Denn: „Öfter kam die Rückmeldung, dass die Türen zum Badezimmer zu laut seien“, erklärt er. „Noch ein Beispiel: ‚Beim Schreibtisch wäre eine andere Beleuchtung gut.‘ Auch das lassen wir jetzt in die Umgestaltung einfließen.“

Ganz schön viel Mitgestaltung der Kunden, oder? Weber: „Wir haben im gesamten Haus monatlich etwa 50 Rückmeldungen, davon sind mindestens 47 positiv. Aus dem Feedback kann man viel lernen.“

Fototapeten von historischen Avia-Tankstellen werden die Zimmer dekorativ aufwerten, dazu kommen Leselampen mit Mopedscheinwerfern. Mit der Renovierung will Andreas Weber Mitte Dezember starten und noch vor Weihnachten fertig sein. Unterstützung kommt von der Tischlerei Schrenk, die das Motel vor 15 Jahren mitaufgebaut hat. Pro Tag werde man zwei Zimmer entkernen und die restlichen Zimmer währenddessen weiterhin nutzen können, erklärt er.

Dank Berufsreisenden: Gut gebucht durch Lockdowns

Für Berufsreisende bleibt das Motel auch im aktuellen Lockdown offen. „Durch Berufsreisende waren wir selbst in den Lockdowns wochentags gut gebucht. Die Wochenenden werden wir aber auch jetzt wieder verlieren“, sagt Weber. Mit der Entwicklung des Motels ist er 15 Jahre nach der Eröffnung sehr zufrieden: „Wir würden es genauso wieder machen. Der Bedarf für ‚gut & günstig‘ ist einfach da.“