18-Uhr-Konzerte aus dem Fenster. Was ist Italien schon seit Wochen mit Freude praktiziert wird, hält nun auch in Weitra Einzug: Die Konzerte aus den Fenstern, die täglich um 18 Uhr beginnen. Start war am 18. März.

Von Karin Pollak. Erstellt am 20. März 2020 (07:22)
privat

Nach dem letzten Schlag der Kirchturmuhr um 18 Uhr öffneten sich die Fenster am oberen Rathausplatz in Weitra. Gerhard Gugler, der ehemalige Leiter der Gmünder Liedertafel, spielte mit der Ziehharmonika, dazu sang seine Gattin unter anderem den Erzherzog-Johann-Jodler, der textmäßig aktualisiert worden ist.

Gerhard Gugler begleitete dann auch noch seine Nachbarin, die Logopädin und Gesangspädagogin Regina Kepplinger, die ein französisches Chanson zum Besten gab.
Am Kirchenplatz spielte die ehemalige Musikschulleiterin Heidi Brunner aus ihrem Fenster, worauf Nachbarin Alexander Kuttner, die Inhaberin der Jägerfabrik und des Torhauses, sofort von ihrem Garten aus mit ihrem Gesang einstimmte.

privat

„Die Initiative dazu von Helga Langer ausgegangen. Aus der Überzeugung der aktuell besonders wichtigen Bedeutung von Gemeinsamkeit ist die Musik eine Möglichkeit für uns, für andere Menschen einen schönen Beitrag zu leisten – ein Beitrag, zusätzlich zur medizinisch so enorm wichtigen Disziplin der Bevölkerung. Wir werden mit Freude jeweils um 18 Uhr einen kleinen Musikbeitrag leisten“, meint Gugler, der trotz langjähriger Bühnenerfahrung etwas Überwindung brauchte, um aus dem Fenster zu spielen, wie er der NÖN verraten hat.

Diese 18-Uhr-Konzerte sollen fortgesetzt werden. „Vielleicht machen ja noch andere mit. Das würde uns freuen“, meint Gugler.