Wieder Unwetter: Über 100 Feuerwehrleute im Bezirk Gmünd im Einsatz

Erstellt am 29. Juni 2022 | 09:36
Lesezeit: 3 Min
Der 28. Juni begann vor allem im Süden des Bezirkes Gmünd bereits mit einigen Unwetter-Einsätzen der Feuerwehren, ab etwa 21 Uhr musste infolge einer neuerlichen, schweren Unwetterfront vor allem im Großraum Gmünd-Schrems vielerorts ausgerückt werden.
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Noch in der Nacht auf 28. Juni war die Feuerwehr Harmanschlag zu einem Unwettereinsatz gerufen worden. Heftiger Sturm hatte Teile des Daches eines Einfamilienhauses in Harmanschlag abgedeckt, das Loch im Dach wurde mit einer Plane verschlossen. Außerdem blockierten zwei entwurzelte Bäume die L8296 in Richtung Joachimstal.

Am frühen 28. Juni wurde die Feuerwehr St. Martin schließlich zu insgesamt neun Einsatzorten gerufen. Immer wieder wurden umgestürzte Bäume gemeldet. Erstmals heulten um kurz vor 6 Uhr die Sirenen, bis 7.20 Uhr waren acht Einsätze abgearbeitet. Um kurz vor 8 Uhr gab es dann den Einsatz Nummer neun.


In der Nacht ging es kurz vor 21 Uhr im Großraum Gmünd-Schrems los

Alarmiert wurden hier die Feuerwehren Gmünd, Breitensee, Eibenstein, Hoheneich, Schrems, Kleedorf, Niederschrems, Kottinghörmanns, Steinbach, Brand und Amaliendorf – ein gemeldeter Dachstuhlbrand in der Bezirkshauptstadt machte den Anfang, stellte sich zum Glück aber als „nur“ teilweise abgedecktes Hausdach in der Litschauer Straße heraus. Es wurde provisorisch abgedeckt, um weitere Gebäudeschäden durch Regenwasser zu verhindern. Parallel dazu mussten im Gemeindegebiet mehrere weitere Sturmschäden beseitigt werden. Der gesamte Unterabschnitt Gmünd stand dabei im Einsatz.
Auch außerhalb der Stadt Gmünd mussten vielerorts entwurzelte Bäume von Straßen entfernt werden. In Schrems beschädigte der Sturm Dachteile bei der Firma Eaton schwer. Die eingesetzten Feuerwehren schützten mit Planen die Produktionsmaschinen vor weiteren Schäden. Außerdem wurden eingetretenes Regenwasser mit Flachsaugern abgepumpt und die beschädigte Dachkonstruktion gesichert. Noch in den Nachtstunden errichteten die Einsatzkräfte ein provisorisches Dach mit Planen und Schaltafeln.
In Ehrendorf (Gemeinde Großdietmanns) gab es zwei Unwettereinsätze. Von der ehemaligen Firma Bobbin – noch auf Gmünder Boden – wurde ein Blechdach abgetragen, stürzte über die Schienen und landete im Garten eines Mehrparteienhauses. Außerdem stürzte ein Baum auf einen Silowagen der Firma Marschalek. Beide Einsätze bewältigten die Floriani souverän und in kurzer Zeit.
In Brand setzte die Feuerwehr ihren Teleskoplader ein, um Straßen wieder passierbar zu machen.

Weitere Alarmierungen auch noch am Mittwoch-Vormittag

Insgesamt standen in den Nachtstunden laut Aussendung über 100 Feuerwehrfrauen und Männer bei rund 25 Einsätzen im Dienst der Allgemeinheit. In Brand musste noch am 29. Juni um 7.20 Uhr zur Behebung eines Sturmschadens ausgerückt werden, am Vormittag wurden auch die Wehren aus Gmünd-Stadt und Breitensee neuerlich zur Hilfe gerufen.

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