30 Jahre Golfclub Waldviertel: Glücksfall für Region. Geschäftsführer Hans Geist hielt Rückblick auf Golfplatz, der als „Vision“ begann und sich zu sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor im Bezirk entwickelte.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 30. Juli 2017 (04:09)
Hannes Ramharter
Geschäftsführer Hans Geist, Präsident Arnold Sekyra, Altbürgermeister Karl Biedermann, Bürgermeister Adolf Kainz, Landtagsabgeordnete Margit Göll, Pfarrer Gerhard Mayerhofer und Hadmar Senk von der Bezirkshauptmannschaft Gmünd bei einem der neuen Obstbäume.

Mit einem Festakt wurde am Samstag das 30-jährige Bestehen des Golfclubs Waldviertel-Haugschlag gefeiert. Musikalisch wurde die Feier von der Trachtenkapelle Brand umrahmt.

Präsident Arnold Sekyra begrüßte die Gäste und betonte, dass sich der Golfclub zu einem nicht unwesentlichen wirtschaftlichen Faktor entwickelt habe. „Drei Golfplätze bringen auch nachhaltige Landschaftspflege“, betonte er und freute sich, dass im Vorjahr mit Markus Maukner ein junger Golfer des GC-Waldviertel Amateur-Staatsmeister geworden sei und heuer auch als Profi eine gute Figur mache.

Der Generalsekretär des Österreichischen Golfverbands, Robert Figl, hob hervor, dass Haugschlag zu „den ersten Adressen“ in Österreich zähle und mit seiner hervorragenden Infrastruktur die Region bereichere.

Clubgründung 1987

Geschäftsführer Hans Geist war es an diesem Tag vorbehalten, einen ausführlichen Rückblick auf die Entwicklung des Golfclubs Waldviertel-Haugschlag zu machen.

Der Club wurde im Dezember 1987 gegründet, im Zuge der Errichtung des Feriendorfs Litschau und „da die Politik damals auch noch Visionen hatte und es Politiker gab, die sich etwas trauten“, entstanden die Golfplätze in Litschau und Haugschlag.

Geist dankte vielen, die maßgeblich daran beteiligt waren. Einer davon ist der ehemalige Bürgermeister von Haugschlag, Karl Biedermann, der das Projekt „mit Bauernschläue“ nach Haugschlag gebracht habe. Stellvertretend für alle Grundeigentümer dankte Geist Annemarie und Karl Zimmermann.

Besonderer Dank galt natürlich auch dem ehemaligen Geschäftsführer und nunmehrigem Ehrenpräsident Hermann Holbach und der Familie Poindl, die das „Baby auf die Füße gestellt haben“ und dem ersten Präsidenten des Clubs, Wolfgang Paul. Dieser war für Geist ein „wichtiger Baustein des Projektes, vor allem durch seinen Schmäh und seiner Liebe zum Golfsport“.

Ein weiterer Dank galt Ehrenpräsident Franz Dobesberger, der viele schöne Golf-Events in Haugschlag ausgerichtet hatte.

Geist erinnerte auch an die Abhaltung der Austrian Open in Haugschlag 1994 bis 1996. „BBC hat damals Bilder aus dem Waldviertel an 400 Millionen Haushalte weltweit geliefert!“

2000 wurde dann das Hotel errichtet, der zweite 18-Loch-Platz folgte anschließend. Durch die Grenzöffnung 1989 wurde der tschechische Markt besonders wichtig, heute kommen 30 Prozent des Umsatzes von tschechischen Gästen.

11.000 Nächtigungen pro Jahr im Golfresort

Als einer der „leading Courses of Austria“ unterzieht sich das Golfresort Haugschlag acht Mal pro Jahr einem anonymen Test.

Hans Geist nannte auch interessante Zahlen: Das Golfresort Haugschlag verzeichnet pro Jahr 11.000 Nächtigungen, 14.000 Gäste kaufen ein Green Fee (Tageskarte) und der Club hat 1.670 Mitglieder.

Für langjährige Mitglieder wurde heuer eine Obstbaumplantage mit 81 Bäumen gepflanzt, wobei jeder Baum mit einem Namensschild versehen ist. Landtagsabgeordnete Margit Göll freute sich über die durch das Projekt entstandenen Arbeitsplätze und darüber, dass durch die vielen Gäste auch Wertschöpfung für die Region entsteht. Abschließend wurde die neue Plantage von Pfarrer Gerhard Mayerhofer gesegnet, weiße Luftballons wurden mit Wunschkarten am Ende in die Lüfte gesandt.