Neuer Hofladen am Gmünder Stadtplatz. Maria und Josef Mayerhofer öffnen am 1. Juli im ehemaligen Palmers-Shop einen Selbstbedienungsladen. Angeboten werden regionale Produkte.

Von Karin Pollak. Erstellt am 26. Juni 2020 (05:07)
Maria und Josef Mayerhofer, die in Langschlag ihren Milchhof und in Zwettl ein Landlädchen betreiben, eröffnen am 1. Juli einen Selbstbedienungs-Hofladen am Gmünder Stadtplatz.
Karin Pollak

Den ersten Hofladen am Gmünder Stadtplatz öffnen Maria und Josef Mayerhofer aus Langschlag am 1. Juli. Im ehemaligen Palmers-Shop richten sie einen Selbstbedienungsladen ein, in dem eigene Produkte von ihrem Milchhof sowie von regionalen Zulieferern angeboten werden.

Das engagierte Ehepaar, beide sind 31 Jahre jung, hat bereits Erfahrung mit der Direktvermarktung in einem Selbstbedienungsladen. Sie betreiben seit März 2018 in der Zwettler Franz-Eigl-Straße ihr „Landlädchen“. „Viele unserer Kunden haben immer wieder gefragt, ob wir nicht auch in Gmünd ein derartiges Geschäft öffnen wollen. Nachdem diese Nachfrage gestiegen ist, haben wir uns einmal in Gmünd nach einer Möglichkeit umgeschaut“, erzählt Maria Mayerhofer, die mit Gatten und Schwiegereltern eine Milchwirtschaft mit rund 60 Tieren betreibt.

Mit der Familie Ruzicka wurde noch vor Corona der Mietvertrag unterzeichnet und dann ging das Ehepaar Mayerhofer auf die Suche nach interessierten Zulieferern. „Wir wollten Landwirte aus der Region. Suchen brauchten wir nicht lange, mittlerweile gibt es schon 45 Zulieferer“, erklärt Josef Mayerhofer. Somit können die Mayerhofers in ihrem Selbstbedienungsladen eine Fülle an qualitativ hochwertigen und regionalen Produkten anbieten: „Neben unserer Milch und Milchprodukten wie Joghurt, Eiskaffee, Butter und verschiedenste Käsesorten, können wir Teigwaren, Marmeladen, Honig, Essig, Öle, alle Arten von Mehlen, Fleisch und Wurst von Rind, Schwein, Wild und Schaf, Kräuter, Kürbiskernprodukten und vieles mehr anbieten“, betonen die Unternehmer. Einen Namen hat ihr Hofladen noch nicht.

Gegenseitiges Vertrauen bildet Grundlage

Dieser Laden wird täglich von 5 bis 24 Uhr geöffnet sein. Es gibt kein Personal, jeder Kunde kauft selber ein, rechnet ab und gibt das Geld in die Kassa: „Wir bekommen erst im September eine Registrierkassa mit Scanner. Bis dahin gibt es bei uns ein Einkaufserlebnis ganz ohne Technik. Einen Taschenrechner stellen wir zur Verfügung.“

Dass Waren ohne Bezahlung aus dem Laden wandern könnten, damit rechnen die Landwirte nicht. Zum einen wird das Geschäft, dass jederzeit räumlich vergrößert werden kann, videoüberwacht. Zum anderen vertrauen sie den Kunden: „So wie der Kunde darauf vertrauen kann, bei uns hochwertige Lebensmittel zu bekommen, so vertrauen wir dem Kunden, dass er diese auch bezahlen wird.“