Altes Schulgebäude: Ausbau statt Abriss?. Das 2016 als unrettbar eingestufte alte Aalfanger Schulgebäude soll billige Starter-Wohnungen und einen ähnlich großen Zubau erhalten.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 03. Juni 2017 (02:45)
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Die Sanierung im alten Schulgebäude ist bereits angelaufen, in den nächsten Monaten wird hier gemeinsam mit der Gemeindeführung ein neues Projekt für insgesamt acht bis zehn Wohnungen ins Auge gefasst.

Wende im Fall des in die Jahre gekommenen Gebäudes an der Ecke B30 und Hauptstraße (Amaliendorf) in Aalfang: In dem vor mehr als hundert Jahre errichteten Haus, in dem bis in die 1970er Jahre die Aalfanger Schule untergebracht war und das im Herbst 2016 als unrettbar eingestuft worden war, soll günstiger Wohnraum geschaffen werden. Bürgermeister Gerald Schindl (SPÖ) berichtet dazu von einem positiven ersten Gespräch mit der Siedlungsgenossenschaft Waldviertel (WAV).

„Wäre sinnvolle Nutzung für das Areal“

„Die Idee ist es, dass der Besitzer des Altbaus das Gebäude saniert und dort vier bis fünf Wohnungen einrichtet, und dass die WAV daneben einen Neubau mit weiteren vier bis fünf Einheiten baut“, sagt Schindl: „Acht bis zehn günstige Starter-Wohnungen wären für unsere Gemeinde eine wichtige Aufwertung.“ Nach außen solle das Projekt schließlich als ein gemeinsamer Wohnbau in Erscheinung treten.

Im kommenden Jahr soll, so der Gemeindechef, der Bedarf für solche Wohnungen in der Marktgemeinde Amaliendorf-Aalfang erhoben, ein Projekt dazu ausgearbeitet und von Behördenseite „auf Schiene gebracht“ werden. Dabei soll es unter anderem auch um die Frage von Förder-Möglichkeiten gehen – Schindl wäre für ein „Junges Wohnen“-Projekt, möchte die Wohnungen aber nicht fix auf eine Altersgruppe einschränken und diese auch als Überbrückungs-Möglichkeiten anbieten.

Bürgermeister Schindl hofft, dass die Bemühungen Früchte tragen werden: „Das Areal bietet sich für ein solches Projekt an. Es wäre eine sinnvolle Nutzung, und der Kreuzungsbereich wäre endlich wieder schön anzusehen.“