Litschauer erlebte Geschichte der Kaserne Weitra mit

Erstellt am 26. Juni 2022 | 05:25
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8392490_gmu25kaserne_jungbauer_100_jahre_noe.jpg
Oskar Jungbauer kam 1960 in die neue Kaserne in Weitra.
Foto: privat
Die Laufbahn des Litschauers Oskar Jungbauer ist eng mit der Kaserne Weitra verknüpft.
Werbung

Nur wenige Monate nach der Eröffnung der Kuenringer Kaserne Weitra startete für den Litschauer Oskar Jungbauer seine Laufbahn als Unteroffizier. Dass er nach seiner Maurerlehre in Salzburg überhaupt wieder zurück ins Waldviertel gekommen ist, liegt zum großen Teil an der Weitraer Kaserne. „Diesen Weg würde ich heute wieder einschlagen“, blickt der 85-Jährige zurück.

Der Litschauer entschied sich mit nur 14 Jahren für eine Maurerlehre in Salzburg. „Wir waren in der russischen Besatzungszone, man konnte nichts verdienen. Daher übersiedelte ich nach Salzburg“, erzählt Jungbauer, der 1957 seinen Präsenzdienst in Zeltweg angetreten hat. „Da habe ich erfahren, dass in Weitra eine Kaserne errichtet wird und ich habe mir vorgenommen, mich in diese Kaserne versetzen zu lassen.“ Nach seiner Hochzeit wurde aus dem Plan eine Tat, er übersiedelte zurück nach Litschau und war bis zu seiner Pensionierung 1993 als Gruppenkommandant, Zugskommandant und Panzerfahrer in der Kuenringer Kaserne tätig. „Damals wie auch heute war die Kaserne sehr gefragt, hier war und ist ein gutes Team tätig“, meint er.

Katastropheneinsätze hat es freilich auch in seiner aktiven Zeit gegeben: „Ich war etwa 1966 in Osttirol, wo wir den Bauern nach dem Hochwasser geholfen haben“, erinnert sich der pensionierte Unteroffizier, der mit den „Jungmännern“ das Schützenhaus bei der Kaserne errichtet hat. Die Geschichte der Kuenringer Kaserne hat er von Beginn an mitverfolgt – und sie hat ihn auch nach der Pensionierung beschäftigt: „Zum Glück habe ich nicht mitansehen müssen, dass die Panzer aus Weitra abgezogen wurden. Aber vielleicht kommen sie wieder einmal retour.“

Werbung