Ab 3. Juli: Sonderausstellung zum 30-jährigen Bestehen. Unter dem Motto „global – regional – lokal“ präsentiert das Museum „Alte Textilfabrik“ eine neue Sonderausstellung über die Textilerzeugung im Waldviertel. Ab 3. Juli kann diese Schau besichtigt werden.

Von Red. Gmünd. Erstellt am 01. Juli 2020 (11:27)
Museum Alte Textilfabrik

Die alte Textilgeschichte Europas birgt mehr Zukunftspotential, als man vermuten möchte. In Zeiten wie diesen, in denen die europäischen und regionale Selbstversorgung eine neue Bedeutung bekommt, haben sich viele Waldviertler Betriebe bewährt und zum Beispiel rasch mit der Produktion von dringend benötigten Atemschutzmasken begonnen.

Diese besonders auch für Kulturveranstalter und Museen herausfordernde Zeit hat die Obfrau des Museums Alte Textilfabrik, Brigitte Temper-Samhaber, auf eine neue Idee gebracht: „Wir hätten heuer im in unserem Haus das Thema Hochzeit als Sonderausstellung zeigen wollen – es ist mir jedoch emotional einfach nicht möglich, dieses so fröhliche Thema, in Zeiten wie diesen, zu bearbeiten. Nun haben wir beschlossen, es auf das kommende Jahr zu verschieben.“

Zum 30-jährigen Jubiläum des Museums suchte sie ein Thema, das in diese eigenartige Zeit passen würde: „Ich denke, es macht Sinn, sich mit der Vergangenheit und der Zukunft der Textilerzeugung in unserer Region auseinanderzusetzen, gerade jetzt, da durch die Coronakrise sichtbar wird, welche großen Lücken in der Versorgung durch die Globalisierung entstanden sind“, erklärt die Obfrau.
Die Sonderausstellung zeigt anhand exemplarisch ausgewählter Betriebe mittels Geschichten und Exponaten aus deren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf, welche großartigen Unternehmen sich in der  Region noch – und hoffentlich zukünftig verstärkt – mit Textil beschäftigen.

Das Museum, das von Prof. Albert Hackl und Andrea Komlosy vor 30 Jahren im Gebäude der alten „Hacklfabrik“ begründet wurde und heuer einen runden Geburtstag feiert, kann bei der Sonderausstellung auf die Initiativen der letzten Jahre aufbauen.
Im Vorjahr hatte man in Kooperation mit dem Südböhmischen Museum in Budweis zwei internationale Textilkongresse organisiert und dabei auch positive Blicke in die Zukunft werfen können (die NÖN berichtete).


Das Museum Alte Textilfabrik und die Sonderausstellung über die gegenwärtige Textilproduktion im Waldviertel sind ab 3. Juli wieder geöffnet.